Die Baugrube ist noch offen, die Kabel sind sichtbar: Vor der Schönwalder Amtsverwaltung ist jetzt eine Trafostation neu errichtet worden. Das besondere an ihr: Sie verfügt über fernschaltbare Technik. Ziele sind die Netzverstärkung und mehr Übertragungsleistung des Netzes. Die Station ist Teil umfassender Investitionen der Mitnetz Strom. Für insgesamt 60 000 Euro sind zudem Mittel- und Niederspannungskabel neu verlegt worden.

Schnellere Schaltung bei Stromausfall im Spreewald

„Die fernschaltbare Trafostation sorgt bei Stromausfällen für eine schnellere Wiederversorgung der Kunden“, sagt Matthias Plass, Leiter der Netzregion Brandenburg. „Wenn Störungen auftreten, werden diese in der Netzleitstelle erkannt. Dort kann dann sofort reagiert werden und per Funk, ohne Mitarbeiter vor Ort, auf funktionierende Leitungen umgeschaltet werden“, ergänzt er.
Aktuell ist die Mitnetz, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EnviaM, in der Region unterwegs, um noch bis Jahresende neue Kabel zu verlegen und das Stromnetz zu ertüchtigen.

Neue Kabel für Wohngebiet in Lübben

Dazu gehört beispielsweise die Erweiterung des Ortsnetzes in Lübben. „Zur Erschließung des Wohngebietes ,Am roten Nil’ werden rund 1200 Meter Niederspannungskabel verlegt“, teilt Plass weiter mit. Auch in der Gubener Vorstadt werde eine neue Trafostation errichtet.
Im neuen Wohngebiet sollen Unternehmensangaben zufolge 28 Anschlussnehmer einen neuen Kabelhausanschluss erhalten. Die Vorarbeiten laufen. Die Baumaßnahme beginnt voraussichtlich im dritten Quartal und soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Die Investitionssumme beträgt an dieser Stelle 100 000 Euro.