Die Entscheidung ist gefallen: Der Rewe-Markt an der Frankfurter Straße schließt zum 31. März 2020. Unternehmenssprecherin Katja Keller bestätigte dies auf Rundschau-Nachfrage. Den Mitarbeitern habe das Unternehmen eine Weiterbeschäftigung in anderen Rewe-Märkten angeboten, so Keller. Alle hätten dieses Angebot angenommen.

Es gibt vielfältige Gründe

Zu den Gründen teilt sie mit: „Eine wirtschaftlich auskömmliche Weiterbetreibung und Entwicklungsmöglichkeit des Marktes ist in Zukunft nicht realisierbar.“ Sechs Jahre lang hatte die Rewe-Gruppe für eine Erweiterung des Standorts an der Frankfurter Straße gekämpft. 2012 hatte sich der Vollsortimenter mit einem reduzierten Sortiment in den ehemaligen Penny-Markt eingemietet. Ab 2013 bemühte sich das Unternehmen darum, die Verkaufsfläche von 800 auf 1500 Quadratmeter zu erweitern. Selbst als der benachbarte Getränkemarkt schloss, dessen Grundstück Rewe für die Erweiterung nutzen wollte, wurden die Ideen nicht umgesetzt. Eine entsprechende Neuaufstellung sei mehrfach abgelehnt worden, äußerte Rewe im Zusammenhang mit der Diskussion um die Erweiterung des Marktkauf-Markt von bisher 2610 auf 5800 Quadratmeter. Von den Stadtverordneten gab es Zuspruch für die Erweiterung des Marktes in der Postbautenstraße in diesem Jahr.

Rewe wird sich aber nicht vollständig aus der Kreisstadt Lübben zurückziehen. Der seit August geschlossene Markt in der Weinbergstraße soll bis März wieder geöffnet haben, teilt die Unternehmenssprecherin mit. Dort hatte es gebrannt. Im Anschluss an das Feuer war der Markt geschlossen worden. Im Zusammenhang mit der Schadensbeseitigung baue Rewe den Markt für ein neues Konzept um, hatte Katja Keller kürzlich mitgeteilt.