Einbruch in Tankstelle in Elsterwerda: Warum Einbrecher ohne Beute fliehen mussten

Nach dem Einbruch in die Shell-Tankstelle an der B 101 in Elsterwerda geht der Betrieb weiter.
Veit RöslerErneut haben Einbrecher in Elsterwerda zugeschlagen. Gegen 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag war die Shell-Tankstelle an der Bundesstraße 101 in Elsterwerda das Ziel.
Nach Angaben von vor Ort seien die Täter durch ein gewaltsam aufgebrochenes Toilettenfenster in das Gebäude eingedrungen. Noch am Sonntagvormittag hätten Kriminaltechniker Spuren gesichert. Der angerichtete Sachschaden sei erheblich. Die Polizei gibt ihn nach erster Schätzung mit etwa 5000 Euro an.
Wenn vorhanden, sollen Aufnahmen der Videoüberwachung draußen und drinnen ausgewertet werden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handele es sich um zwei bislang unbekannte Täter, die offensichtlich nichts gestohlen haben. Folglich sei auch die Zielrichtung unklar. Vorhandene Sicherheitstechnik müsse sie zum schnellen Rückzug bewegt haben. Genaueres ist von der Polizei nicht zu erfahren. Hinweise von etwaigen Augenzeugen werden erbeten.
Wirkungsvoller Schutz auch für Tankstellen in Elbe-Elster
Anbieter von Sicherheitstechnik weisen darauf hin, dass neben Einbrüchen jährlich mehrere Hundert Raubüberfälle auf Tankstellen in Deutschland verübt werden. Zudem würden sogenannte Tankstellenflitzer, die ihre Benzinrechnung nicht bezahlen, jedes Jahr einen Schaden in Millionenhöhe hinterlassen.
Die Tankstellenpächter können sich aber schützen. Geraten wird zur Videoüberwachung im Haus, an den Zapfsäulen und auf dem Parkplatz, zudem zu einem stillen Notruf (Panikknopf am Tresen) sowie zu Tür- und Fenstersensoren, die den Alarm weiterleiten. Als wirkungsvoll habe sich die Schutznebeltechnik erwiesen. Binnen Sekunden wird ein Raum in dichten Nebel gehüllt, der eine Orientierung unmöglich mache. Die Täter warten nicht, sondern flüchten, weil die Polizei jeden Moment anrücken könnte.

