E-Auto in Luckau
: Mit dem Elektroauto in den Urlaub, ein Kfz-Meister gibt Tipps

Wer mit dem Elektroauto in den Urlaub fährt, sollte gut vorbereitet sein. Worauf es bei der Planung ankommt, verrät ein Kfz-Meister aus Luckau.
Von
Stefan Staindl
Luckau
Jetzt in der App anhören
André Lieske, Geschäftsführer von AWL Lieske in Luckau, einem Autohaus mit angeschlossener Werkstatt, lädt ein E-Auto

André Lieske, Geschäftsführer der Firma AWL Lieske in Luckau, einem Autohaus mit angeschlossener Werkstatt, lädt ein E-Auto.Er gibt Tipps zum idealen Ladezustand eines Elektroautos.

Stefan Staindl
  • E-Auto-Urlaub gut planen: Route, Ladepausen, Infrastruktur prüfen.
  • AWL Lieske in Luckau eröffnet neue E-Werkstatt am 21. März.
  • Vor Fahrt: Reifendruck, Öl, Kühl- und Waschwasser kontrollieren.
  • Laden: LFP bis 100 %, sonst oft 30–80 %; Wallbox daheim am günstigsten.
  • Apps (z. B. EnBW mobility+, EWE Go) zeigen verfügbare, preiswerte Ladesäulen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Osterferien (30. März bis 10. April) sind die ersten längeren Ferien im Jahr im Land Brandenburg. Zwei Wochen Urlaub statt Schule und Arbeit. Viele Menschen haben Zeit für einen längeren Ausflug. Wer mit dem Elektroauto reist, sollte ein paar Dinge beachten und den Trip gut vorbereiten. Denn wie bei jeder längeren Fahrt empfiehlt sich vorab ein gründlicher Check des Fahrzeugs – unabhängig davon, ob es sich um einen Verbrenner oder ein E-Auto handelt.

„Vor der Fahrt sollten generell der Reifendruck und der Ölstand sowie das Kühlwasser und das Scheibenwaschwasser kontrolliert werden. Das gehört auch bei einem E-Auto dazu“, sagt André Lieske, Geschäftsführer von AWL Lieske in Luckau.

Das alteingesessene Autohaus hat seine Werkstatt jüngst mit einem modernen Neubau speziell für Elektrofahrzeuge mit neuen Hebebühnen und Spezialwerkzeugen erweitert – inklusive neuem Lager und Sozialräumen sowie einer zusätzlichen Reifenhalle. Die Eröffnung der neuen Werkstatt ist für den 21. März geplant.

Tipps: Einkaufsmärkte mit E-Ladesäulen nutzen

Wie André Lieske sagt, müsse man eine Reise mit einem Elektroauto genauer planen: „Ich sehe mir an, wie die Ladeinfrastruktur auf meiner Strecke und im Zielort aussieht. Über die Navigationssoftware des Autos erstelle ich mir meine Route mit Lade- und Erholungspausen.“ Wie er sagt, sollte dafür jeder Besitzer eines E-Autos natürlich die Reichweite und die Ladegeschwindigkeit seines Fahrzeugs kennen.

„Mein Tipp ist, hier auch auf Einkaufsmärkte mit E-Ladesäulen zu achten. So kann man während des Ladevorgangs bequem noch die Einkäufe für den Urlaub erledigen“, verrät André Lieske. Er habe selbst festgestellt, dass preiswertes Tanken bei vielen Supermärkten möglich sei. „Ich würde mir so eine Ladeplanung machen, um stressfreier zu fahren.“

App im Smartphone zeigt Ladestand des E-Auto-Akku an

Mittels App zeigt das Smartphone den Ladestand und die Reichweite des Akkus eines Elektroautos an.

Stefan Staindl

Am liebsten lade er seinen Stromer zu Hause an der Wallbox – einer speziellen Elektroauto-Ladestation, die zu Hause montiert sei. „Hier lade ich am preiswertesten, statt 50 bis 80 Cent die Kilowattstunde für um die 25 Cent. Und wenn ich eine Solaranlage auf meinem Dach habe, dann wird es noch billiger“, sagt Lieske.

Wie voll ein Akku geladen werden sollte, hänge vom jeweiligen Akkutyp und den Empfehlungen des Herstellers ab. Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP-Akkus) könnten in der Regel zu 100 Prozent geladen werden, da sie als besonders langlebig und robust gelten.

E-Auto: Akkustand zwischen 30 und 80 Prozent halten

„Hochleistungsakkus mit großer Reichweite wie Lithium-Ionen-Akkus sollten in der Regel nur bis 80 Prozent geladen werden. Eine vollständige Ladung auf 100 Prozent empfiehlt sich nur dann, wenn das Auto zeitnah für eine längere Fahrt genutzt wird. Andernfalls kann die Kapazität und Leistungsfähigkeit des Akkus mit der Zeit abnehmen, da eine konstante 100-Prozent-Ladung den Alterungsprozess des Akkus beschleunigt.“

Wann man lade, sei individuell. „Ich muss den Akku nicht bis auf zehn Prozent herunterfahren, um zu laden. Das geht natürlich auch vorher. Bei vielen E-Autos sollte man den Akku laden, wenn die Leistung um die 30 Prozent liegt, und auch nur bis 80 Prozent vollladen.“

Bordbildschirm im E-Auto zeigt Lademöglichkeiten an.

Auf dem Bordbildschirm im Elektroauto werden dem Fahrer die umliegenden Lademöglichkeiten angezeigt.

Stefan Staindl

Wie André Lieske sagt, muss man keine Angst haben, dass das Auto einmal stehenbleibt, weil der Akku leer ist. „Der Bordcomputer meldet sich bei niedrigem Akkustand, weist darauf hin, zu laden, und gibt mehrere Ladepunkte vor.“

Mit sich führen sollte man immer die beiden Typ-2-Ladekabel für eine 11-kW- oder 22-kW-Ladesäule. „Wer auf Nummer sicher gehen will, der nimmt noch ein Notladekabel mit einem Stecker für die Schuko-Steckdose mit. Dann kann man das Fahrzeug an einer Steckdose aus dem Hausgebrauch laden, falls wirklich einmal keine Ladesäule in der Nähe ist. Aber die Anzahl der Ladesäulen wächst zunehmend. Es gibt sogar welche an kleinen Rastplätzen, wo gar keine Tankstelle ist.“

Mike (li.) und André Lieske, Geschäftsführer von AWL Lieske in Luckau.

Mike (li.) und André Lieske, Geschäftsführer von AWL Lieske in Luckau haben in einer neue Werkstatt (hinten) für Elektroautos investiert.

Stefan Staindl

Wie André Lieske sagt, reichen solche kurzen Pausen schon aus. „Ich nutze einfach die Zeit der Pause, um Strom nachzuladen. Denn oft kann ich am Hotel oder am Einkaufsmarkt im Urlaubsort preiswerter tanken als an der Autobahn.“

Wo man früher zehn unterschiedliche Karten zum Laden im Portemonnaie hatte, reichten heute zwei Apps auf dem Smartphone – etwa die EnBW mobility+ App oder die EWE Go App. „Diese zeigen verfügbare Ladesäulen in Echtzeit an, inklusive Preise, Ladeleistung und Belegung. Dort sind bereits mehrere 100 000 Ladepunkte verzeichnet. Damit kann ich fast jede Säule in Europa bedienen“, erklärt André Lieske.