Die Lübbener Künstlerin Karen Ascher will auch Kindern den Weg durch die Ausstellung „Panorama“ ebnen. Insgesamt 37 Künstler aus dem Landkreis Dahme-Spreewald geben noch bis Ende April im Rathaus und im Landratsamt einen Einblick in ihr Schaffen. Ascher hat nun ein Arbeitsblatt entworfen, dass Erzieher, Lehrer oder auch Eltern bei der Stadtverwaltung per E-Mail an kultur@luebben.de erhalten können. Außerdem werden wir es direkt an die Kitas und Schulen verteilen, so Ines Mularczyk, vom Bereich Kultur. Die Kinder werden aufgefordert, das für sie selbst schönste und lustigste Bild in der Ausstellung zu finden. Wie Karen Ascher erklärt, sei es ein Anliegen von Kunst zur Meinungsbildung beizutragen. Sie erhofft sich, dass so Gespräche über verschiedene Beurteilungen der Werke entstehen. „So trainiert man das Diskutieren und lernt, dass auch eine andere Meinungen gelten kann“, sagt sie.

Dafür sei gerade diese vielfältige Ausstellung, die ganz ohne Reglement oder Kurator auskommt geeignet. So hatten alle Künstler die Chance, sich zu präsentieren und tatsächlich frei ihre Ideen umzusetzen. Und selbst für die Künstler sei es bei der Eröffnung schön gewesen, sich gegenseitig kennenzulernen. Bei kuratierten Kunstaktionen seien dagegen oft die gleichen und meist auch keine einheimischen Künstler vertreten, kritisiert Sebastian Franzka, der gemeinsam mit Karen Ascher in Lübben in einem Atelier arbeitet. Besonders wichtig sei dabei das Rathaus als Raum für die Ausstellung. So kommen auch Menschen mit Kunst in Berührung, die es sich nicht trauen würden, einen Fuß in eine Galerie zu setzen, so die Künstlerin. Obwohl es auch Menschen wie Christina Deutschländer gibt. Die Lübbenerin hat sich extra auf den Weg zu Panorama gemacht.