Dahme-Spreewald: Betrug per Brief rund um Luckau
Rund um Luckau sind in einigen Haushalten vermeintliche Mahnschreiben in den Briefkästen gelandet. Eine bereits bekannte Betrugsmasche, vor der die Polizei erneut warnt. In Luckau und den Ortsteilen, u. a. in Kümmritz, gab es binnen der letzten Tage bereits mehrere Anzeigen bei der Polizei wegen schriftlicher Abmahnungen durch einen angeblichen Herrn Dr. Beck, Kurfürstendamm 234, 10719 Berlin. Es handelt sich dabei um Fake-Abmahnungen!
Bei mehreren Senioren und Seniorinnen in und rund um Luckau sind in den vergangenen Tagen diese betrügerischen Mahnschreiben per Brief angekommen. Diese wirkten nach Angaben der Polizeidirektion Süd in Cottbus zwar durchaus authentisch, sind aber „Fakeschreiben“, wie auch der Leiter des Luckauer Ordnungsamtes, Thomas Schäfer, warnt.
Abgeschickt wurden sie von einer Rechtsanwaltskanzlei auf dem Berliner Kurfürstendamm, die es allerdings gar nicht gibt. Die Angeschriebenen wurden aufgefordert, eine Mahngebühr von 343 Euro sofort zu begleichen, sonst drohe ein Vollstreckungsbescheid und ein Verfahren vor dem Amtsgericht. Dabei würden ihnen schon 300 Euro Gebühr erlassen, denn eigentlich wären 643 Euro fällig.
Briefe wurden in Bratislava in der Slowakei abgestempelt
Garniert wurde der Brief noch mit offiziell wirkenden Stempeln und einem beiliegenden Überweisungsträger. Merkwürdig war allerdings der Ort, wo der Brief abgestempelt wurde: Bratislava in der Slowakei.
„Auffällig an den Schreiben ist, dass es sich offensichtlich teilweise um ein kopiertes Originalschreiben handelt, welches bearbeitet wurde. Markant auf Seite 1 ist, dass der Name in einer anderen Schriftart und Größe geschrieben wurde als der übrige Text, Leerzeichen fehlen, grammatikalische Fehler vorhanden sind und ein ,Amtsgericht Luckau‘ benannt ist, welches es nicht gibt, so Schäfer.
Das war auch in mindestens drei Fällen den Senioren aufgefallen. Sie gingen mit dem Brief zur Polizei. Dort kennt man die Masche der Betrüger bereits. Polizeisprecher Torsten Wendt: „Durch den offiziellen Anschein versuchen die Betrüger Druck auszuüben. Die Empfänger sollten sich davon aber nicht auf das Glatteis führen lassen und sofort die Polizei informieren, wenn sie sich nicht sicher sind.“


