Die Corona-Lage in Lübben entwickelt sich weiter hoch dynamisch – im negativen Sinne. Übers Wochenende ging allein die Zahl der im Zusammenhang mit ihrer Covid-Infektion verstorbenen Spreewaldstädter nochmals deutlich nach oben. Auch die Kurve der positiv Getesteten kennt nur diese Richtung.
Weiterhin lässt Lübben somit auch größere Städte im regionalen Vergleich hinter sich. Erschreckend ist, dass allein zwischen Freitag und Wochenbeginn zehn Tote mehr zu beklagen sind – während diese Zahl im deutlich einwohnerstärkeren Königs Wusterhausen konstant blieb.

Zehn Corona-Tote allein am Wochenende in Lübben

Konkret führt Lübben mit Stand Dienstag, 9. Februar 2021, mit 38 Covid-Toten die LDS-Statistik an. Am Freitag waren es noch 28. Königs Wusterhausen hingegen blieb im gleichen Zeitraum konstant bei 21 Corona-Verstorbenen. In Luckau und im Unterspreewald stiegen die Zahlen vergleichsweise leicht von 15 auf 16 Todesfälle in der Berstestadt und von zehn auf zwölf im Amtsbereich.
Landkreis und Stadtverwaltung führen die hohen Todesfälle, auch im Vergleich mit Spreewald-Nachbarstädten wie Lübben, auf die große Anzahl an Seniorenheimen in der LDS-Kreisstadt zurück. In den Einrichtungen hatte es zuletzt immer wieder Ausbrüche gegeben, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen.

Regional am meisten Covid-Infektionen in Lübben

Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter, in Lübben auf 673 seit Pandemiebeginn. Davon sind kumuliert gerechnet auch viele wieder Genesen, nämlich exakt 576 nach der Landkreis-Statistik. Die Inzidenz sinkt unterdessen vergleichsweise langsam in Dahme-Spreewald und lag am 9. Februar bei 101,9. Das ist deutlich höher als in Brandenburg (87) und im Bundesdurchschnitt (73).