Corona im Hospiz Luckau
: Wie steht es um die Infizierten und den Betrieb

15 Mitarbeiter und 5 Gäste des Luckauer Hospizes sind infiziert. Die Lage ist angespannt. Dennoch ist die Betreuung weiterhin gesichert.
Von
Anja Brautschek
Luckau
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Das Hospiz ist letztes Zuhause für zwölf sterbende Menschen. (Archivfoto)

Carmen-Sylvia Berg

Sterbenskranke benötigen oftmals Geborgenheit und Gesellschaft. Genau das wird gerade im Evangelischen Hospiz in Luckau erschwert. In dieser Woche verzeichnet die Einrichtung einen größeren Ausbruch mit dem Coronavirus. Nach derzeitigen Kenntnisstand sind 15 Mitarbeiter und fünf Gäste des Hospizes infiziert.

„Die Situation gestaltet sich trotz der Lage relativ ruhig“, sagt Alexander Schulz, Pressesprecher des Evangelisches Diakonissenhauses Berlin–Teltow–Lehnin als Träger der Einrichtung. Die Gäste seien stabil. Die Betreuung könne weiterhin aufrecht erhalten werden. „Die personelle Ausstattung ist vergleichsweise gut. Deswegen ist das trotz vieler betroffener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen noch zu leisten“, so Schulz. Insgesamt sind 25 Mitarbeitende für das Hospiz beschäftigt. Mit insgesamt acht Gästen bei zwölf Plätzen ist das Hospiz derzeit nicht voll belegt. Es gilt darüber hinaus ein Belegungsstopp.

Corona–Ausbreitung im Hospiz mit allen Mitteln eindämmen

Das Personal setze alles daran, die Seelsorge und Pflege der Gäste aufrecht zu erhalten. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, findet der Kontakt nur unter Schutzkleidung statt. Die Mitarbeiter werden ein mal wöchentlich getestet. Besuche sind auf ein absolutes Mindestmaß zu beschränken. Die Sterbebegleitung und das Abschied nehmen werde für Familienangehörige dennoch ermöglicht — wenn auch unter strengen Regeln. „Im Sterben liegende Gäste dürfen in Absprache mit dem Gesundheitsamt von einer vertrauten Person besucht werden. Wir finden dafür entsprechende Wege und Möglichkeiten“, sagt der Pressesprecher.

Gäste, externe Dienstleister und Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich freiwillig testen zu lassen. Die Kosten dafür übernimmt laut Schulz der Träger des Hospizes.