Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung in Bezug auf das Coronavirus können ab sofort teuer werden. Der Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald hat sich auf einen Bußgeldkatalog geeinigt. Ab diesem Wochenende soll intensiver als bisher kontrolliert werden - ebenso in Teltow-Fläming. Bei Verstößen können zwischen moderaten 50 und massiven 25 000 Euro fällig werden.

Veranstaltungen werden teuer

„Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2500 Euro“, nennt die LDS-Verwaltung Beispiele. Doch auch der Besuch eines gesperrten öffentlichen Spielplatzes oder die touristische Vermietung können teuer werden, für die Betriebsinhaber sogar im fünfstelligen Bereich.

Unterdessen ist die Zahl der in LDS mit Sars-CoV-2-Infizierten weiter in die Höhe geklettert. „Vom Labor bestätigt wurden tagesaktuell 113 positive Fälle der Corona-Infektion im Kreisgebiet“, hieß es am Freitagabend. Am Donnerstag waren es noch 102. In Lübben stieg die Zahl um einen Erkrankten auf 15, neu ist nun auch ein positiv Getesteter in Lieberose/Oberspreewald. Vier Personen sind im Krankenhaus, die übrigen zu Hause in Isolation. „Es sind 303 Quarantänen verhängt worden und 216 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis“, heißt es weiter. Die gute Nachricht: 14 Erkrankte sind genesen.

Corona-Fälle in Teltow-Fläming geringer

In Teltow-Fläming kletterte die Zahl der Infektionen auf 67. Am Donnerstag lag sie noch bei 59. Die Verwaltung meldet 109 Verdachtsfälle und 89 Quarantänen.

Hauptaugenmerk des Krisenstabes in Dahme-Spreewald liegt derweil weiterhin auf der Beschaffung von Schutzausrüstung. „Momentan liegt unser Fokus immer noch auf der Besorgung dringend benötigter Pflegekittel und Desinfektionsmitteln“, sagt Ordnungsamtsleiterin Silvia Enders - wiewohl ein Aufruf des Veterinäramts bereits früher für eine hohe Anzahl von Spenden an Overalls, Kittel, Handschuhen, Mundschutzmasken, Desinfektionsmittel, Hauben und Handtücher aus Betrieben verschiedenster Branchen gesorgt hatte − vom Bäcker und Gastronom über Lebensmithersteller und -verpacker bis hin zu Konservenfabrikanten und Tourismusanbietern. Doch das reicht offenbar noch längst nicht aus. „Die überlassene persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird zentral im Brand- und Katastrophenschutzzentrum in Luckau erfasst und entsprechend der Bedarfe verteilt. Priorisiert werden damit der Rettungsdienst und die Kliniken im Landkreis Dahme-Spreewald versorgt“, informiert die Kreisverwaltung.

Die RVS, derzeit noch im regulären Takt unterwegs, wird zu Montag auf den Ferienfahrplan umstellen.