Christmette in St. Nikolaikirche
: So wird in Luckau und Umgebung Weihnachten gefeiert

Der Weihnachtsmann hat zu den vielen großen und kleinen Weihnachtsmärkten in der Region schon einmal vorbeigeschaut. An Heiligabend bekommen viele Kinder dann zu Hause von ihm Besuch. Tags darauf findet in Luckau traditionell die Christmette statt.
Von
Julia Siebrecht
Luckau
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  • Rund tausend Kerzen erleuchten die große Hallenkirche St. Nikolai in Luckau zur Christmette. Während des Quempas-Singens werden auch auf den Etagen der Orgelempore zahlreiche Lichterscheren von den Besuchern und Sängern bewegt.

    Rund tausend Kerzen erleuchten die große Hallenkirche St. Nikolai in Luckau zur Christmette. Während des Quempas-Singens werden auch auf den Etagen der Orgelempore zahlreiche Lichterscheren von den Besuchern und Sängern bewegt.

    Birgit Keilbach
  • Der Nikolaus auf dem geschmückten Traktor der Agro-Service Luckau GmbH

    Der Nikolaus auf dem geschmückten Traktor der Agro-Service Luckau GmbH

    Stepien, Jacqueline
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Am ersten Weihnachtsfeiertag heißt es früh aufstehen, wer in der Luckauer St. Nikolaikirche die Christmette erleben will. Der musikalische Gottesdienst mit Chor und Orchester, bei dem das große Kirchenschiff vom Schein unzähliger Kerzen erleuchtet sein wird, ist ein Höhepunkt des Weihnachtsfestes in der Region. Er findet sechs Uhr statt und ist seit über 300 Jahren in Luckau Tradition und einmalig in Brandenburg.

An allen Adventswochenenden hat der Weihnachtsmann in Dörfern und Städten von Heideblick bis Golßen schon einmal vorbeigeschaut. Kinder haben in der Luckauer Georgenkapelle dem Weihnachtsmann ihre Wünsche mitgeteilt oder haben bereits das ein oder andere Geschenk erhalten, wie etwa beim Besuch des Weihnachtsmannes in Bornsdorf am ersten Adventswochenende.

Weihnachtsmann und Nikolaus

Neben dem üblichen Weihnachtsschmuck hat der Bornsdorfer Detlef Haase in seiner mittlerweile auf über 16.700 Exemplare angewachsenen Kugelschreibersammlung natürlich auch solche mit Weihnachtsmotiven, die er in seiner Garage an Weihnachten besonders platziert hat. An den Weihnachtsfeiertagen spielt natürlich auch das Essen eine besondere Rolle. „Zu Heiligabend gibt es bei uns traditionell Kartoffeln mit Würstchen, am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es Rouladen mit Klößen und Rotkohl“, so Detlef Haase. Die beiden Enkeltöchter kommen auch zu Besuch — und werden Geschenke, die der Weihnachtsmann gebracht hat, erhalten.

Weihnachtliche Kugelschreiber aus der Sammlung des Bornsdorfers Detlef Haase.

Julia Siebrecht

Das Weihnachtsfest, wie es heute in Deutschland am 24. Dezember gefeiert wird, hat sich so erst im 19. Jahrhundert eingebürgert. Auch der Weihnachtsmann ist eine noch recht junge Gestalt. Bis um das Jahr 1800 war der Nikolaustag vielerorts der Hauptbeschertag für die Kinder. Der Nikolaus brachte am 28. Dezember artigen Kindern die Geschenke. Unter Martin Luther ist dieser in der evangelischen Kirche durch das Christkind ersetzt worden — und auch Geschenke gab es nun am 24. beziehungsweise 25. Dezember.

Während der Weihnachtsmann das Christkind und den Nikolaus als ursprünglichen Gabenbringer zum Weihnachtsfest verdrängt hat, hat der Nikolaus am 6. Dezember seinen Auftritt. So hat er an diesem Tag Kindertagesstätten in Lübben und Luckau besucht als auch die Grundschule Schönwalde — und zwar auf einem geschmückten Traktor der Agro–Service Luckau GmbH.