Brücke in Königs Wusterhausen
: Verletzungsgefahr durch Holzsplitter - was tut die Stadt?

Seit Wochen ragen Splitter aus dem Handlauf der Fußgängerbrücke über dem Nottekanal in Königs Wusterhausen - mitten in der Stadt. Eine Gefahr, finden Bürger. Wann das Problem behoben wird.
Von
Marlene Wetzel
Königs Wusterhausen
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Der Handlauf ...

Gefährliche Splitter ragen aus dem hölzernen Handlauf der Mühleninselbrücke von Königs Wusterhausen.

Marlene Wetzel
  • Splitter im Handlauf der Mühleninselbrücke in Königs Wusterhausen verletzen Nutzer.
  • Stadt erklärt: Der aktuelle Handlauf ist ein Provisorium, da der eigentliche erneuert wird.
  • Provisorische Bohlen sind unsauber verbunden, da jede Bohle wegen der Krümmung einzeln entsteht.
  • Laut Stadtmeldung vom 22. April 2026 ist die Erneuerung angekündigt – Vorsicht bleibt nötig.
  • Neues Geländer soll bis Ende Mai 2026 kommen, ursprünglich war diese Woche vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Erhebliche Verletzungsgefahr“, schreibt ein Nutzer auf Facebook. „Einmal angefasst, Splitter in der Hand“, ein anderer. Es geht um den hölzernen Handlauf des Geländers, das die Fußgängerbrücke über den Nottekanal in Königs Wusterhausen säumt - eine Brücke, mitten in der Stadt, die viele Menschen nutzen.

Tatsächlich ragen an vielen Stellen Splitter aus dem Holz in die Höhe. Wer nicht richtig hinsieht oder hinsehen kann, kann sich dort wirklich wehtun.

Auf Facebook fordert der Nutzer, der sich über die Verletzungsgefahr aufregt, die Menschen in Königs Wusterhausen deshalb auf, bei der Stadtverwaltung anzurufen und eine Behebung der Situation zu bewirken. Was sagt die Stadt dazu?

Jede Bohle des Geländers wird einzeln gefertigt

Stadtsprecherin Katrin Kunipatz erläutert zunächst, dass der Handlauf ein Provisorium sei, weil der eigentliche Handlauf der Mühleninselbrücke erneuert wird. Die ursprünglichen Holzbohlen seien marode gewesen und deshalb entfernt worden.

Bei der Herstellung neuer Bohlen würden sie jetzt als Schablone dienen, da jede Bohle aufgrund der Krümmung der Brücke individuelle Maße aufweise und daher einzeln gefertigt werden müsse. Das erklärt, warum die Verbindungsstellen der provisorischen Holzbohlen so unsauber sind.

Kunipatz verweist auf eine Meldung der Stadt vom 22. April 2026, worin auf die Erneuerung der Brücke hingewiesen worden sei. Ironischerweise heißt es darin, das provisorische Geländer solle vor Verletzungen an hervorstehenden Geländerpfosten und Abstürzen schützen.

Eigentlich, so die Stadtsprecherin weiter, sollte das neue Geländer noch diese Woche (11. Mai 2026 bis 15. Mai 2026) angebracht werden. Am Dienstag (12. Mai 2026) verspricht sie, dass die Geländer bis Ende des Monats Mai 2026 ausgetauscht werden sollen. Bis dahin ist auf der Mühleninselbrücke weiterhin Vorsicht geboten.

Die Mühleninselbrücke in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) wurde im Jahr 2012 eingeweiht. Es ist eine etwa 33 Meter lange geschwungene Stahlkonstruktion und dient als Fußgänger- und Radwegbrücke, die das Stadtzentrum über den Nottekanal mit der Mühleninsel verbindet.