Brand in Dahme-Spreewald
: Feuerwehr rückt zu Waldbränden aus – Ursache alte Phosphor-Munition

+++ Update +++ Waldbrände im Spreewald haben Polizei und Feuerwehr beschäftigt. Bei Märkisch Buchholz und Neuendorf am See waren Kräfte im Einsatz. Jetzt teilt die Polizei mit, dass in zwei Fällen Phosphor-Munition eine Rolle spielte.
Von
Marco Marschall
Märksich Buchholz
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Die Feuerwehr in Dahme-Spreewald musste zu Waldbränden in unmittelbarer Nähe ausrücken. Zu den Ursachen bei Märkisch Buchholz und Neuendorf am See gibt es bereits Vermutungen.

Britta Pedersen/dpa

Zu mehreren Waldbränden ist die Polizei am Mittwoch (10. Mai) in Dahme-Spreewald ausgerückt. Gleich zwei sind wahrscheinlich durch alte Phosphor-Munition entfacht worden. Unbekannte hätten die Kampfmittel aus dem ZweitenWeltkrieg ausgegraben, die sich dann vermutlich selbst entzündeten, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd am Donnerstag.

Phosphor-Munition gilt als leicht entflammbar. Das Waldgebiet bei Märkisch Buchholz und Halbe südöstlich von Berlin – ein ehemaliges Schlachtfeld aus dem Zweiten Weltkrieg – ist noch stark belastet.

Auch bei Neuendorf am See Munition die Ursache?

Am Mittwochnachmittag stand in Märkisch Buchholz (Dahme-Spreewald) Waldboden auf mehreren Hundert Quadratmetern in Flammen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Etwa eine Stunde später sei der zweite Waldbrand gemeldet worden, der in Neuendorf am See auf einer Fläche von einigen Hektar ausgebrochen sei. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte zu diesem Brand gegen 15.49Uhr. Nahe dem Ort in der Gemeinde Unterspreewald waren 13 Feuerwehren im Einsatz. Auch hier kommt laut Polizei ausgegrabene Phosphor-Munition als Brandursache infrage.

Ein dritter Alarm ging dann wegen eines Brandes an der Bundesstraße B179 zwischen Klein Köris und Märkisch Buchholz ein. Hier spielte Weltkriegs-Munition nach bisherigen Erkenntnissen keine Rolle. Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden. In allen drei Fällen ermittelt die Kriminalpolizei.

Hohe Gefahr für Uckermark und Barnim

Die aktuelle Waldbrandgefahr gab das Agrarministerium für Donnerstag (11. Mai) für fast alle Landkreise mit 3 an, das bedeutet eine mittlere Gefahr. Für die Kreise Uckermark und Barnim galt eine hohe Gefahr.