Wie sind Dahme-Spreewalds Vereine durch die Corona-Krise gekommen? In allen Lebensbereichen werden derzeit erste Zwischenbilanzen zu den Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen und Schließungen im Zuge der Pandemie gezogen. Der Kreissportbund Dahme-Spreewald war im Bildungsausschuss des Landkreises einer der ersten, als dessen Geschäftsführer Norman Graetz die aktuellen Rückmeldungen aus den Vereinsstrukturen widerspiegelte.

Existenzangst bei kleinen Vereinen in Dahme-Spreewald

Grob über den Daumen darf man daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass der Umgang mit der Krise den großen Vereinen etwas leichter fiel als den kleinen. „Die größeren haben beispielsweise die Möglichkeit genutzt, endlich mal die Rasenflächen regenerieren zu lassen und Verwaltungsarbeit zu machen“, sagte Graetz kürzlich in dem Fachgremium. Bei anderen hingegen, beispielsweise kleinen Reitvereinen, Rehasportvereinen oder solchen, die viel Indoor-Sport anbieten, komme schon Existenzangst auf.
Ein anderer Aspekt sei, dass „ein sehr großes Maß an Kreativität“ entstanden sei, was die Digitalisierung im Sport, inhaltlich wie technisch, angehe. Deren technische Umsetzung sei erkundet worden, was der Kreissportbund-Chef als „sehr, sehr positiven Aspekt“ einordnete. Gleichzeitig habe diese Entwicklung auch Grenzen aufgezeigt, wo es an Ausstattung mangelt. „Die Anfragen, wo man die Technik herbekommt, sehen wir als Arbeitsaufgabe für uns. Der Mangel ist aber den Vereinen jetzt mehr bewusst geworden.“

Wie geht es weiter am 1. September?

Akut sehe er - noch und größtenteils - keine Sorgen, auch finanziell nicht, abgesehen von den wegbrechenden Einnahmen der ausgefallenen Spieltage. So versuchte er, die sehr durchwachsene Bilanz auf einen Nenner zu bringen. Doch die Frage, wie abgesprungene Sponsoren wieder angeworben werden können und vor allem, wie es nach dem 31. August weitergeht, treibe alle Beteiligten weiter um.
Sein Fazit: „Bei kleinen Vereinen müssen wir individuell schauen. Bei den großen machen wir uns im Moment noch keine Sorgen.“