Die Wetterstation Blumenfelde im Lübbener Stadtteil Steinkirchen gehört seit gestern zu den weltweit modernsten Beobachtungsorten des Wetters. Die Station, die zum Deutschen Wetterdienst (DWD) gehört und von der Regionalstelle Potsdam betreut wird, erhielt u.a. einen neuen Niederschlagssensor Rain(e) von Lambrecht Meteo, sowie neue Sensoren für die Messtechnik. Darüber hinaus besteht über neue Telekommunikationstechnik jetzt die Möglichkeit, sofort die Daten einzulesen.

Kerstin Biermann und André Kraski, vom Service und Logistik Ost Potsdam beim DWD nutzten das herrliche Frühlingswetter, um die Lübbener Station auf den modernsten Stand der Technik zu bringen. Damit werden künftig rund 1,5 Millionen Daten jährlich über Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer noch schneller zur Verfügung stehen.

Frank Selbitz betreut seit 1987 die Wetterstation

Die Wetterstation in Lübben-Blumenfelde wird seit 1987 von „Wetterfrosch“ Frank Selbitz betreut.   „Blumenfelde ist seit dem 9 .August 1992 der heißeste Ort in Brandenburg. Damals wurde mit 39.2 Grad Celsius der noch heute gültige Rekordwert registriert“, sagt er. Neben den Wetterbeobachtungen zählt auch die jährliche Pflanzen-Beobachtungen zu den Aufgaben. Aktuellstellt er einen „Vorsprung“ der Natur von über 14 Tagen fest. Eine Ursache sieht er in  dem extrem milden Winter. „Wir hatten erstmals seit Beginn der Wetterbeobachtungen 1881, in Potsdam und seit 1987 in Blumenfelde keinen Tag mit einer Schneedecke“, sagt Selbitz.

Neben den frühsommerlichen Temperaturen kommt aber auch in den letzten Wochen die zunehmende Trockenheit wieder zum Tragen (nur 2,1 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter bisher im April). Noch reichen die Wasserreserven im Boden, aus dem niederschlagsreichen Februar aus. Doch Regen wünschen sich nicht nur die Hobbygärtner, sondern auch die Landwirte, weiß Selbitz.