Die Stadt Lübben will im kommenden Jahr den Regenwasserkanal an der B115 erneuern – und zwar unabhängig vom Zeitplan des Landesbetrieb für den Neubau der Straße. Dafür werden viele Bäume entlang des 810 Meter langen Kanals zwischen dem Kreisverkehr am Lidl und der Einleitung des Wassers in einen Graben gegenüber dem NP-Markt gefällt. In diesem Zusammenhang soll auch der Gehweg zwischen der Einfahrt zum Lidl-Parkplatz und der Hartmannsdorfer Straße auf 440 Meter Länge als Geh- und Radweg neu gebaut werden.
Dafür müssen wahrscheinlich fast alle Bäume auf der nördlichen Straßenseite gefällt werden, erläutert der von der Stadt beauftragte Verkehrsanlagenplaner Mathias Kolkwitz vom Luckauer Planungsbüro Voigt Ingenieure. Die Befahrung des vorhandenen Kanals habe gezeigt, dass es überall Wurzeleinwüchse gibt, die den Querschnitt um 40 Prozent reduzieren. Es müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass durch die Bauarbeiten im jetzt unbefestigten Bereich neben der Straße die Wurzeln der Bäume beeinträchtigt und ihr Überleben sowie ihre Standsicherheit beeinträchtigt werden. Für die nach jetziger Planung 34 zu fällenden Bäume sollen wieder 34 neue gepflanzt werden. Diese Ersatzpflanzung erfolge aber erst, wenn die Straße ebenfalls erneuert ist, so Gutsche.

Lübben plant mit Baubeginn für 2021

Das Regenwasser wird teilweise in einer Mulde versickern oder im Regenwasserkanal mit natürlichem Gefälle abgeleitet und fließt zu einem Graben gegenüber dem NP-Markt. Mit geplant sind auch Regenwasserbehandlungsanlagen, um feine Sedimente, die aus dem angrenzenden Wohngebiet in den Kanal gespült werden, herauszufiltern. Der Rad- und Gehweg soll in einer Breite von 2,5 Metern mit Betonpflaster befestigt werden.
Lübben plant den Baubeginn für 2021. Rund 1,1 Million Euro soll das Vorhaben kosten. Wie Bauamtsleiter Frank Neumann erläutert, kann die Maßnahme gefördert werden. Die Stadt müsste ein Drittel übernehmen, den Rest teilen sich Bund und Land.
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