Baden in Beeskow
: Warnung vor Blaualgen – Spreebad gesperrt

Trotz der kühleren Temperaturen zeigen die ersten Badestellen in Oder-Spree einen Blaualgenbefall. Eine Badeanstalt wurde bereits von Amts wegen geschlossen.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Blaualgen: ARCHIV - 03.07.2018, Niedersachsen, Hildesheim: Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Ufer eines Badesees. (zu dpa: «Blaualgenalarm im See: Gefahr für Badegäste in Dessau-Roßlau») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Geschlossenes Spreebad in Beeskow: Blaualgenbefall ist einer der häufigsten Gründe für das Sperren von Badestellen (Symbolbild).

Julian Stratenschulte/dpa

Am Donnerstag (4. Juli) hat das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree einen ersten Hinweis auf das Vorhandensein von Blaualgen in der Spree erhalten. Das bestätigt die Verwaltung auf Nachfrage. Daraufhin sei eine Vor-Ort-Begehung im Spreebad Beeskow durchgeführt worden. Nach Sichtung des Befalls, so der Kreis, hätten die Experten Proben des Badewassers entnommen und noch am selben Tag zum Labor nach Frankfurt (Oder) geschickt. Die Ergebnisse werden Mitte nächster Woche erwartet.

Das Spreebad bleibe deshalb geschlossen. Die Stadt hatte eine Schließung über das Wochenende angekündigt. Eine Sprecherin des Kreises erklärte, dass dies zunächst bis zum Vorliegen der Messergebnisse gelte.

Blaualge: Hautkontakt kann zu Erkrankungen führen

„Blaualgen in Badegewässern gelten als gefährlich, da einige Arten Giftstoffe produzieren können. Der Hautkontakt kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gliederschmerzen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen und Atemwegserkrankungen führen“, informiert der Kreis.

Um gesundheitliche Risiken auszuschließen, wird die Flussbadeanstalt nach Rücksprache mit der Stadt Beeskow sofort gesperrt und es wird darum gebeten, auf das Baden zu verzichten. Erst nach Vorliegen von unauffälligen Ergebnissen wird die Badestelle durch das Gesundheitsamt wieder freigegeben.

Die gute Nachricht: Andere Badestellen im Kreis seien vom Blaualgenbefall aktuell noch nicht betroffen, heißt es aus der Verwaltung.