In den psychiatrischen Krankenhäusern in Brandenburg/Havel, Lübben und Teupitz wird seit Montagmorgen gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat die zusammen 1450 Beschäftigten aufgerufen, bis zum Donnerstag die Arbeit niederzulegen. Sie will das Unternehmen zwingen, in den seit April laufenden Tarifverhandlungen ein verbessertes Angebot vorzulegen. Eine Notversorgung der Patientinnen und Patienten will die Gewerkschaft sicherstellen. Bisher hatte es schon im Juni und August an je zwei Tagen Warnstreiks gegeben. Am Vormittag sollte in Brandenburg/Havel die zentrale Streikkundgebung stattfinden.

Lübben

Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde für die Beschäftigten mehr Geld und eine Angleichung an den öffentlichen Dienst. Derzeit verdienen die Pflegekräfte nach Verdi-Angaben monatlich 350 bis 440 Euro weniger. Sie arbeiteten eineinhalb Stunden länger als in anderen Häusern des Betreibers, der Hamburger Gesellschaft Asklepios-Kliniken.