Die stark befahrene B 102 führt durch den Dahmer Ortsteil Kemlitz. Zwei Verkehrsinseln, jeweils an den Ortseingangen aus Richtung Dahme und Luckau, sollten innerorts den Bleifuß stoppen und den Verkehrsfluss beruhigen, so dass Bürger die Straße sicherer queren können. Doch was 2017 beim Bau gut gemeint war, ist offenbar nicht gut genug gemacht. Deshalb drängt die Fraktion Dahmer Umland im Stadtparlament jetzt beim Landesbetrieb für Straßenwesen auf Nachbesserungen. Die Stadtverordneten haben bei ihrer vergangenen Sitzung eine entsprechende Petition einstimmig unterstützt.

Das Problem: Gegenüber anderen Verkehrsinseln sind die Kemlitzer Inseln besonders stark gestaucht und außerdem aus Sicht der Kritiker gefährlich hoch. Fahrzeugführer müssen zwar bei der Einfahrt in den Ort ordentlich auf die Bremse treten, insbesondere aber Laster mit Sattelzügen kommen selbst im langsamen Tempo kaum um die Insel herum, ohne sie zu touchieren. Laut Fraktion Dahmer Umland passiert das in 90 Prozent der Fälle.

Gefederte Planken an den Kurven

Die anschließende Weiterfahrt durch den Ort ist mit 50 Stundenkilometern erlaubt. Beobachtet werde aber, dass Fahrer, die aus der Insel herauskommen, aufs Gas gehen und versuchen, den Zeitverlust wieder aufzuholen, um vor der nächsten Insel an der Ausfahrt erneut abrupt abzubremsen. „Das ergibt in dieser Art wenig Sinn“, stellen die Kritiker fest.

Die Fraktion schlägt vor, den Inselkern zu schmälern, um solches Pressing zu vermeiden und trotzdem eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Zudem regen die Einreicher den Einbau von kurzen gefederten Planken an den Rückführungskurven an, um Unfallfolgen durch den Höhenunterschied zu reduzieren. Verwiesen wird auf bislang sechs Unfälle an beiden Inseln.