Tourismus: Ferienpark am Schlabendorfer Tagebausee?

Legen am Schlabendorfer See künftig auch Hausboote an?
Frank RatajczakBergbaubedingte Sperrungen am Schlabendorfer See bei Luckau haben manche Träume für ein künftiges Freizeitparadies im ehemaligen Tagebaugebiet ausgebremst. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Jüngst hat ein potenzieller Investor seine Idee für einen Ferienpark am See vor dem Bau– und Wirtschaftsausschuss vorgestellt. Die Hano & Sasky GbR mit Sitz in Berlin sowie Standorten in Brandenburg und Mecklenburg–Vorpommern ist nach eigenen Angaben Manufaktur für Hausboote und Ferienhäuser, die nach individueller Planung gefertigt werden. Zu Jahresbeginn hat das Unternehmen eine weitere Produktionsstätte im Luckauer Ortsteil Görlsdorf eröffnet.
Patrick Sasky zufolge könnten auf insgesamt etwa drei Hektar am See 66 Plätze für Zelte und kleine Wohnwagen, zudem Stellflächen für größere Wagen mit Hänger, eine parkähnliche Gartenanlage für 15 Ferienhäuser und auf dem Wasser eine Steganlage mit bis zu zehn Hausbooten entstehen. Auch ein Empfangsbereich, Gastronomie mit Bieragrten, Sanitäranlagen und Tennisplatz seien vorgesehen. Häuser und Boote würden nach modernem Standard ausgestattet und barrierefrei erreichbar sein.
Ob es dazu kommen wird, ist offen. Laut Bauamtsleiter Michael Krüger ist das Angebot bislang als Anregung zu verstehen, welche Möglichkeiten es am Schlabendorfer See gibt. Heiko Terno (LL/UWG/FDP) wollte wissen, wie es sich auswirkt, wenn die Sperrungen länger dauern. Patrick Sasky zufolge würde der Ferienpark zuerst errichtet, die Hausboote könnten später folgen. Es gebe noch kein rundum fertiges Konzept, Wünsche aus der Region würden gern eingefügt. Die Produktionsstätte in Görlsdorf bleibe von einer Entscheidung über das Camp unberührt. „Sie ist strategisch wichtig für die gesamte Lausitz“, so der Unternehmer.