Nach der Übernahme des Obst- und Gemüseverarbeiters Spreewaldkonserve Golßen GmbH („Spreewaldhof“) durch den französischen Wettbewerber Andros haben erste Schritte zum Zusammenwachsen der Unternehmen begonnen. Sie betreffen nach Angaben von Spreewaldhof zunächst die Bereiche IT, Einkauf, Vertrieb und Logistik. Der Fokus liege auf der Integration der Systeme, um so viele Synergien wie möglich zu schaffen, hieß es am Dienstag.
Das Bundeskartellamt hatte Ende Juni den Verkauf des vor allem für seine „Spreewälder Gurken“ bekannten Familienunternehmens aus Brandenburg an den französischen Wettbewerber Andros („Libby's“, „Natreen“, „Bonne Maman“) freigegeben. Käufer ist die Andros Deutschland GmbH.

Zwei Millionen Euro sollen 2022 in Spreewaldhof investiert werden

Die Betriebsführung der Werke in Golßen und Schöneiche hat der neue Werksleiter Axel Böhme übernommen. Seine Schwerpunktthemen lauten: Arbeitssicherheit, Produktqualität und vor allem die Sicherung des Standortes und der Arbeitsplätze. Den Angaben zufolge sollen 2022 über zwei Millionen Euro in beide Werke investiert werden.
Der Spreewaldhof sei ein attraktives und zukunftssicheres Unternehmen, so Böhme. Weiterentwickelt werden könne es nicht nur durch Investitionen, sondern auch neue Mitarbeiter würden gebraucht. „Wer Lust hat, kann sich noch heute bewerben.“ Der Spreewaldhof ist der größte Arbeitgeber der Region.
Spreewaldkonserve hat nach Angaben des Kartellamts im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro ganz überwiegend in Deutschland erzielt. Andros, ebenfalls ein Familienunternehmen, erzielte europaweit einen Umsatz von 2 Milliarden Euro und ist auch in Deutschland tätig.