Als einer von insgesamt zwanzig Orten bundesweit konnte das von Tobias Laurisch vom CVJM Luckau e.V. initiierte Projekt „Sägen, Zimmern, Schrauben – wir bauen unsere Pfadfinderhütte“ überzeugen. Dafür gab es 6000 Euro Unterstützung, die jetzt in Werkzeug, Materialien und Seminare investiert werden können.
Und damit die jungen Leute fachmännisch unterstützt werden, wurden Partner ins Boot geholt, die wissen, wie man mit natürlichen Baumaterialien umgeht und vor allem sie fachgerecht verarbeitet.

Alte Handwerkstechniken

Alte Techniken werden da wieder ins Spiel kommen. Hobeln und das Schaffen von Holzzapfenverbindungen sind nur einige Tätigkeiten. Zur Vorbereitung wird es Seminare mit einem Waldpädagogen geben, der ganz genau erklärt, wie der Baum im Wald wächst und nach der Ernte weiterverarbeitet wird. Nistkästen und Insektenhotel, die zusätzlich entstehen sollen, werden gemeinsam mit der Naturwacht angefertigt. Und für den eigentlichen Hüttenbau in Holzständerbauweise wird ein Zimmermann immer ein Auge auf die Arbeiten der Jungen und Mädchen werfen.

Firma aus Luckau leistet Unterstützung

Dafür gibt es eine Kooperation mit dem örtlichen Dachdeckerbetrieb Siegfried Ernst & Söhne. Einer der Firmenchefs, Stephan Ernst, betont bei der Projektvorstellung, dass er es toll findet, wenn junge Menschen wieder an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt werden. „Für uns ist das die beste Eigenwerbung und vielleicht findet ja ein Projektteilnehmer so viel Lust am Handwerkern, dass er später in unserem Unternehmen lernt“, so der Chef.

Startschuss nach den Ferien

Nach den Sommerferien soll es mit dem Bau im „Garten im Hain“ losgehen. Ziel ist es, die 4 mal 8 Meter große Holzhütte, die hauptsächlich als Lager und Unterstand für die regelmäßig stattfindenden Gruppenstunden dienen soll, bis November fertigzustellen.
Natürlich wird es dann ein zünftiges Einweihungsfest geben. Die Luckauer Pfadfinder „St. Nikolai“ gehören übrigens zur Stammesgemeinschaft Ring evangelischer Gemeinde-Pfadfinder (REGP). Insgesamt sind dort rund 6500 Kinder und Jugendliche als Mitglieder registriert. Man erkennt die Jungen und Mädchen an ihren grünen Blusen und Hemden.

Familienkompass

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„Land:Gut2022“

Möglich macht das Bauvorhaben in Luckau das Kulturbüro des Rates der EKD in Berlin. Zwanzig Orte in fünf Bundesländern haben über das Projekt „Land:Gut2022“ Geld erhalten. Gefördert wird das Ganze durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).
Schon in den letzten drei Jahren war das Projekt »Landgut-Kulturgut« erfolgreich und hat etliche Initiativen fördern können. Ziel von „Land:Gut2022“ sind gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land durch kreative Teilhabe und eine kulturell inspirierende Gemeinschaft.
Die Projektpartner sind entweder Kirchengemeinden, Schulen oder kulturell aktive Vereine, die mit Kirchengemeinden oder Schulen punktuell zusammenarbeiten und so das Ziel gleichwertiger Lebensbedingungen auf dem Land durch kreative Teilhabe und eine kulturell inspirierende Gemeinschaft aktiv im Blick haben. Dabei geht es nicht um kurzfristigen Erfolg, sondern um gute Ideen, die wachsen und die Region lebendig halten.