Darüber informiert Ralf Donat, Projektleiter bei der Stiftung. Wie er erklärt, ist der etwa 200 Hektar große Borcheltsbusch der Rest eines Feuchtgebietes, welches sich bis in die 1960er Jahre von Luckau bis Beesdau erstreckte. Durch Melioration wurde der überwiegende Teil in Ackerland umgewandelt. Lediglich der Borcheltsbusch blieb als Moor erhalten und wurde unter Naturschutz gestellt. Seit dem Bau des Grubenwasserableiters des damaligen Tagebaus Schlabendorf-Süd ist der Borcheltsbusch nicht betretbar – und somit dem Projektleiter zufolge für die vielen privaten Flächeneigentümer nutzloses Land.

Sielmann-Stiftung sichert Lebensraum für bedrohte Arten

Die Heinz Sielmann Stiftung kauft seit mehreren Jahren dort Flächen. Damit entlaste sie Ralf Donat zufolge die alten Eigentümer von ihren Flächenabgaben und sichere langfristig Lebensräume für zum Teil seltene Arten. Derzeit gibt es mehrere Anfragen an die Stiftung von Eigentümern, die verkaufen möchten. Gern können sich weitere im Natur-Erlebniszentrum Wanninchen unter Telefon 03544 557755 oder per Mail an: wanninchen@sielmann-stiftung.de melden. „Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zum Naturschutz in der Luckauer Region“, sagt Ralf Donat.
In den ausgedehnten Schilfflächen brüten mehrere Kranichpaare. Große Rohrdommel, Blaukehlchen, Drosselrohrsänger, Rohrschwirl und verschiedene Rallen- und Entenarten ziehen hier ihre Jungen auf. Auch Fischotter und Biber nutzen das Gebiet als Nahrungsrevier. Bekannt ist der Borcheltsbusch insbesondere wegen der Kraniche. Jedes Jahr im Herbst rasten tausende Kraniche in der Luckauer Region auf ihrer Reise in den Süden. Seit über 100 Jahren nutzen sie dabei den Borcheltsbusch als Schlafplatz.