Luckaus kommunale Kitas sind im Durchschnitt zu 84 Prozent ausgelastet. Bis zum 1. August wird es laut Anmeldezahlen in Gießmannsdorf, Cahnsdorf, Görlsdorf und Uckro aber richtig eng. Dort würde die Auslastung auf mehr als 100 Prozent steigen. Soll heißen: Auf eine Unterbringung ihrer Steppkes in diesen Wunsch-Kitas müssen Eltern warten, bis wieder Plätze frei werden. Insgesamt jedoch stehen nach Information von Sachgebietsleiterin Yvette Poser vor dem Schul- und Sozialauschuss im Stadtgebiet noch ausreichend Kita-Kapazitäten zur Verfügung. Prognostiziert wird zum 1. August eine Gesamt-Auslastung von 97 Prozent. Unterbringungsmöglichkeiten wird es demnach beispielsweise noch in der größten Einrichtung, der Luckauer Kita „Sonnenblume“, sowie in der neuen Kita in Duben geben. In Gießmannsdorf bahne sich Entlastung durch einen Kompromiss von Stadt und Feuerwehr an, wie Ortsvorsteher Uwe Vogt erklärte. Ein Feuerwehr-Schulungsraum, der in Ergänzung des neuen Gerätehauses durch Dachgeschoss-Ausbau der Kita geplant ist, soll werktags von der Kita mit genutzt werden.

33 Flüchtlingskinder werden betreut

Sorgenkind bleibt der Hort „Freundetreff“ mit 273 Kindern bei regulär 260 Plätzen. Die Lösungssuche für den Hort und die ebenfalls randvolle Grundschule soll laut Verwaltung noch im ersten Halbjahr Ergebnisse bringen. Die Platzkapazität im Hort wurde wegen des Ansturms befristet auf 290 erhöht.

Kinder aus anderen Gemeinden in Luckauer Kitas halten sich die Waage mit kleinen Luckauern in Einrichtungen außerhalb der Stadt, so Yvette Poser. Insgesamt 33 Flüchtlingskinder werden in Luckaus kommunalen Kitas sowie in der evangelischen Kita und in der Montessori-Kita betreut, davon der größte Teil mit 16 in der Kita „Sonnenblume“, die insgesamt 165 Plätze hat. In den kleineren Einrichtungen auf dem Land sowie bei freien Trägern liegt der Anteil der kleinen Migranten zwischen drei und sechs. Im Hort sind acht Flüchtlingskinder angemeldet.

Wie Yvette Poser ergänzte, stammen an der Luckauer Grundschule 60 von 502 Schülern aus Migrantenfamilien, an der Oberschule sind es 44 von 250 Schülern.