Der Haushaltsentwurf der Stadt Dahme für 2020 weist im Ergebnishaushalt, also in Aufwendungen und Erträgen für das laufende Jahr, ein Plus von rund 92 300 Euro aus. Das weckt Begehrlichkeiten, weitere Vorhaben aufzunehmen, die bislang nicht berücksichtigt sind.

Jörg-Martin Bächmann (Die Linke) erinnert an ein nicht eingehaltenes Wahlversprechen, die Dahmenser in einem Bürgerhaushalt über die Verwendung öffentlicher Gelder mitdiskutieren zu lassen. Wie Hendrik Schulze von der Kämmerei sagt, genehmige die Kommunalaufsicht Teltow-Fläming einen Bürgerhaushalt nicht, solange sich die Stadt noch in der Haushaltssicherung befindet.

Dem Überschuss im laufenden Jahr steht laut Verwaltung im Finanzhaushalt ein Defizit von rund 395 000 Euro gegenüber. Hauptursächlich für das Haushaltsloch seien offene Umlageforderungen des Luckauer Trink- und Abwasserzweckverbandes. Erst wenn die Stadt eine geprüfte Jahresrechnung für das Jahr 2014 vorweisen kann, entscheide sich, was Dahme tatsächlich an den TAZV zahlen muss. Die Kämmerei wolle versuchen, die offene Rechnungsprüfung bis März abzuschließen, so Hendrik Schulze auf Nachhaken von Thomas März (Dahme-Umland).

Zu den großen Vorhaben gehören 2020 unter anderem die Neugestaltung des Dahmer Tierparkes sowie die Erneuerung von Kita und Gemeindezentrum in Niebendorf-Heinsdorf. Offen gebliebene Wünsche wie etwa ein Gehweg in Gebersdorf werden auf die Prioritätenlise für 2021 gesetzt, sichert Bürgermeister Thomas Willweber (Freie Wähler/CDU) dem Gebersdorfer Ortsvorsteher Hans-Georg Nerlich (Landleben) zu.

Jörg-Martin Bächmann prangert gestiegene Personalkosten trotz erhoffter Spareffekte durch die Fusion des Amtes Dahme mit der Gemeinde Niederer Fläming an. Abteilungsleiterin Michelle Schlomach zufolge geht es jedoch um Stellen, die nicht dem Amt, sondern der Stadt unterstehen. Mehr Geld fließt etwa in die Aufstockung der Personastunden im Tierpark sowie in höhere Mindestlöhne für Kassenkräfte im Freibad. „Dort ist das Geld richtig angelegt, gerade im Tierpark gibt es Arbeit ohne Ende“, sagt Karsten Schmidt (Freie Wähler/CDU.