Die Gemeinde Drahnsdorf muss auch in diesem Jahr mit einem Haushaltssicherungskonzept arbeiten. Das haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Grünes Licht gab es außerdem für den Haushaltsplan 2020.

In diesem klafft allerdings weiterhin ein großes Loch. Auf 111 800 Euro beläuft sich der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt, trotz leicht gestiegener Steuereinnahmen.

Besonders ins Gewicht fallen hier die Planungskosten für den Bebauungsplan des Windparkes Schäcksdorf sowie die höheren Bewirtschaftungskosten für die Kita „Am Weinberg“, wie Beate Wolff, zuständig für die Haushaltsplanung in der Amtsverwaltung, erläuterte. Letztere ergeben sich aus einem höheren Personalbedarf aufgrund des Anstiegs der betreuten Kinder von 30 im Jahr 2019 auf 38 in diesem Jahr.

Ohne Fördermittel kein Kita-Neubau

Die Kita befindet sich noch im Gebäude der ehemaligen Grundschule von Drahnsdorf, die inzwischen verkauft ist. Daher steht der Neubau schon seit mehreren Jahren auf der Agenda der Gemeindevertretung. Er soll neben dem neuen Feuerwehr-Gerätehaus am Sportplatz seinen Standort erhalten. Aus eigener Kraft kann die Gemeinde dieses Vorhaben jedoch nicht stemmen. Nur wenn Fördermittel fließen, wird der Kita-Neubau realisiert. Als erster Schritt sind im Investitionsplan der Gemeinde für dieses Jahr 100 000 Euro für die Planungsleistungen eingestellt worden. Ein weiteres Vorhaben ist der dringend notwendige Neubau der Brücke an der Vordermühle in Krossen. 290 000 Euro wurden dafür in den Haushalt dieses Jahres eingestellt, wofür die Gemeinde eine 75-prozentige Förderung vom Land erhält. Die Planungen dafür laufen bereits. Darüber hinaus werden in diesem Jahr noch Restarbeiten an den anonymen Urnengrabstellen auf den Friedhöfen in den Ortsteilen Krossen, Drahnsdorf und Falkenhain erfolgen, für die insgesamt 3000 Euro eingestellt wurden. Zudem ist für das aktuelle Haushaltsjahr geplant, im Ortsteil Falkenhain die Anschlüsse für Trinkwasser und Strom für den Dorfplatz zu verlegen und einen Weg dorthin zu bauen.