Auf dem Radweg an der B 96 zwischen Golßen und Zützen lässt es sich schon gut ein Jahr sicher rollen. Jetzt geht es darum, für Grün, das dem Bau weichen musste, Ersatz zu schaffen. Die Golßener Stadtverordneten haben unlängst die jüngste Planung durch den Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg diskutiert.

Gegen rotblühende Kastanien

Nach detaillierten Bodenuntersuchungen hatte es seitens der Fachleute noch einmal Änderungen bei den Pflanzensorten gegeben. Mit der jüngsten Variante können die Golßener Stadtverordneten leben – bis auf eine Ausnahme, die den Ortsanger in Zützen betrifft. Hier sind von den Experten 18 rotblühende Kastanien vorgesehen, die die Zützener jedoch ablehnen. Rotblühende Kastanien seien keine einheimischen Bäume und würden absterben, wie am Weg nach Sagritz zu sehen sei, heißt es in einer Stellungnahme des Ortsbeirates.

Das Dorf wünscht sich weißblühende Kastanien. „Wenn die Zützener weiße wollen, dann sollen sie die auch haben“, sagte Gerd Pietrzok (GfG). Dem folgten die Stadtverordneten einstimmig.

Gepflanzt werden auch Obstbäume

Weiterhin sollen an der Straße von Zützen nach Sagritz 49 Winterlinden und zusätzlich neun Hainbuchen in die Erde kommen. Zwischen Sagritz und der Kanowmühle werden 48 Pflaumenbäume sowie 15 Wildpflaumen und drei Winterlinden und an der Kreisstraße Ortsausgang Mahlsdorf 57 Hainbuchen gepflanzt. Eine Ergänzung der Hecke an der B 96 zwischen Straße und Radweg ist ebenfalls geplant.

Rückblick: Mehr als 15 Jahre hatten die Zützener für die rund 2,2 Kilometer lange Radlertrasse nach Golßen gekämpft. Das Land investierte in das Projekt 1,3 Millionen Euro. Zwei neue Brücken wurden über die Dahme und den Kaulschen Graben gebaut sowie vier Durchlässe errichtet. In Zützen erhielt die Kreuzung der Bundesstraße mit der Kreisstraße 6146 außerdem eine neue Deckschicht.