Zoo Hoyerswerda
: Albino-Känguru bringt Besucher zum Staunen

Ein schneeweißes Bennett-Känguru ist seit Kurzem im Zoo Hoyerswerda zu Hause. Wie Besucher dem ungewöhnlichen Tier ganz nah kommen können.
Von
cw
Hoyerswerda
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„Schneeflöckchen“ heißt das weiße Känguru-Weibchen, das seit wenigen Tagen im Hoyerswerdaer Zoo lebt.

Stefanie Jürß/Zoo

Einen höchst ungewöhnlichen Neuzugang meldet der Zoo Hoyerswerda. Seit rund einem Monat lebt ein schneeweißes Känguru-Weibchen in der jetzt auf sieben Tiere angewachsenen Gruppe der Bennett-Kängurus. Es trägt den äußerst passenden Namen „Schneeflöckchen“.

Das erst einjährige Albino-Känguru-Mädchen kam bereits Anfang Mai aus dem Zoo Tábor in Tschechien ins Lausitzer Seenland. Nach einer Eingewöhnungszeit für das Weibchen und die anderen Bennett-Kängurus ist das außergewöhnliche Tier jetzt auf der Anlage zu sehen. Zoobesucher können Schneeflöckchen sogar besonders nah kommen. Denn es lebt im Zoo Hoyerswerda in der begehbaren Gemeinschaftsanlage zusammen mit den sechs anderen Bennett-Kängurus – einem Bock, drei Weibchen und zwei Jungtieren – sowie mit der zutraulichen Emu-Dame Hilde.

Schneeflöckchen findet in Hoyerswerda eine Familie

„Schneeflöckchen ist gut in unserer Gruppe angekommen und hat sich auf Anhieb mit den anderen verstanden. Auch Hilde hat sich schon an die besondere Mitbewohnerin gewöhnt“, erzählt Tierpflegerin Sabrina Hepp. Keine Selbstverständlichkeit, denn mit seinem schneeweißen Fell ist das Albino-Känguru-Mädchen auch für die Artgenossen und für die Emu-Dame etwas Ungewöhnliches.

Albinos sind im Tierreich ein seltenes Phänomen, bei dem den Betroffenen die Farbpigmente fehlen. „Durch ihre Auffälligkeit sind sie in der freien Natur häufig Ziel potenzieller Räuber“, erklärt Zoo-Sprecherin Stefanie Jürß.

Größte Population weißer Kängurus lebt in Tasmanien

Aber es gibt auch andere Beispiele: Auf der Insel Bruny Island im Süden Tasmaniens gibt es das größte Vorkommen einer weißen Bennett-Känguru-Population. Geschätzt wird ihre Anzahl auf 200 Tiere. Auf der Insel haben Kängurus keine Fressfeinde und so kann die Mutation von Generation zu Generation weitergeben werden.