Wohnen in Hoyerswerda
: Wohnhaus in Heinrich-Zille-Straße modernisiert

Die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda will mit der Modernisierung eines Mietshauses den Namensgeber und Dresdner Maler Heinrich Zille ehren. Was zeichnet die Wohngegend aus?
Von
Julia Jannaschk
Hoyerswerda
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Frank Markgraf, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, zeigt den neuen Anstrich von Haus und Briefkästen in der Heinrich-Zille-Straße.

Steffen Markgraf, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, zeigt den neuen Anstrich von Haus und Briefkästen in der Heinrich-Zille-Straße.

Julia Jannaschk
  • Das Mietshaus in Hoyerswerda's Heinrich-Zille-Straße wurde modernisiert.
  • Geschäftsführer Steffen Markgraf zeigte den neuen Anstrich.
  • Das Haus wurde 1958 gebaut, die letzte Modernisierung war 1999.
  • 18 Mietparteien, darunter auch langjährige Mieter.
  • Modernisierungskosten: 83.000 Euro; Miete bleibt bei 5 Euro/m².

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Heinrich Zille hätte seine Freude“, ist sich Steffen Markgraf, der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda sicher. Denn das Haus in der Heinrich-Zille-Straße 7-9 in Hoyerswerda strahlt seit der Modernisierung in der goldenen Herbstsonne mit den bunten Blättern um die Wette.

Zille war ein bekannter Dresdner Maler und Grafiker und daher dem ästhetischen Eindruck durchaus angetan. Ihm hätten die fröhlichen Farben des Miethauses wohl gefallen. Zwei Monate lang dauerte der Neuanstrich der Fassade, von Anfang August 2024 bis Ende September 2024. Die Farbgebung selber blieb beim Anstrich der gleiche wie vor 25 Jahren.

Das Haus in der Heinrich-Zille-Straße 7-9 erstrahlt nach der Modernisierung in neuem Glanz.

Das Haus in der Heinrich-Zille-Straße 7-9 erstrahlt nach der Modernisierung in neuem Glanz.

Julia Jannaschk

Ein Mietshaus für die Ewigkeit

Erbaut wurde das zweistöckige Mehrfamilienhaus in Hoyerswerda im Jahr 1958, doch die letzte Modernisierung ist bereits einige Zeit her: 1999 wurde die letzte Instandhaltung vorgenommen, die sogar acht der 18 Mietparteien im Haus noch selbst miterlebt haben. Ein Mieter feierte bereits sein goldenes Jubiläum, da er seit 1971 und damit bereits über 50 Jahre im selben Haus in der Heinrich-Zille-Straße lebt. Dieser habe als langjähriger und treuer Mieter natürlich auch eine Kleinigkeit zum Jubiläum geschenkt bekommen, verrät Markgraf.

Aber auch junge Menschen wohnen in dem Mietshaus, das aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen besteht. Die Altstadt und insbesondere das Quartier Am Elsterbogen ist als Wohngegend besonders beliebt. Kurze Wege, gute Infrastruktur und die Nähe zur Schwarzen Elster zum Spazierengehen sind nur einige Gründe für die Wahl des Wohnorts. So ist es kein Wunder, dass trotz des Problems des Leerstands in Hoyerswerda alle 18 Wohneinheiten im Haus belegt sind – und das zum Teil schon sehr lange. „Mit unseren Investitionen im Wohnquartier wollen wir erreichen, dass sich unsere Mieter in ihren Wohnungen und im Wohnumfeld wohlfühlen“, sagt Geschäftsführer Steffen Markgraf.

Niedrige Miete trotz Modernisierung

Gekostet hat die Instandhaltung die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda 83.000 Euro und umfassten neben der neu gestrichenen Fassade auch eine Reinigung von Balkon und Regenrinne, eine Erneuerung der Abdichtungen, sowie eine Reparatur der Holzverkleidung der Gauben und eine Verlängerung von Schneefanggittern in den Eingangsbereichen und den Kellereingängen. Auch die Grünanlage mit dem kleinen Spielplatz wurde nach der Renovierung wieder instand gesetzt und sieht aus wie neu.

Trotz der Modernisierung und Instandhaltung zahlen die Mieter der Wohnungsgesellschaft im Schnitt nur 5 Euro pro Quadratmeter Miete. Somit seien laut Markgraf 90 bis 95 Prozent der Wohneinheiten im Besitz der Wohnungsgesellschaft wegen der „moderaten Preise“ eigentlich Sozialwohnungen, auch wenn sie nicht explizit als solche ausgewiesen seien.