Wölfe in Sachsen
: Woran zwei Tiere tatsächlich gestorben sind

UPDATE 23.10.2025: Zwei tote Wölfe sind im Landkreis Bautzen (Sachsen) gefunden worden. Zunächst hieß es, sie seien erschossen worden. Woran sie tatsächlich starben.
Von
dpa
Wiednitz/Leippe
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Tote Wölfe gefunden.

Zwei tote Wölfe sind im Landkreis Bautzen gefunden worden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Funden kann nicht ausgeschlossen werden. (Symbolfoto)

Bernd Thissen/dpa
  • Zwei tote Wölfe wurden im Landkreis Bautzen (Sachsen) gefunden.
  • Beide Tiere wiesen Schusswunden auf, entdeckt in Wiednitz und Leippe.
  • Fälle sind seit Anfang der Woche bekannt, Zusammenhang der Funde unklar.
  • Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz.
  • Wölfe in Deutschland stehen unter strengem Schutz, Abschuss nur in Ausnahmen erlaubt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Anfang der Woche sind zwei tote Wölfe im Raum Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) in Sachsen entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, wiesen beide Tiere Schusswunden auf. Der erste Wolf wurde am Montagabend (20. Oktober 2025) bei Wiednitz entdeckt, der zweite am Dienstagabend (21. Oktober 2025) bei Leippe.

Zur Bestimmung der Todesursache wurden die Tierkörper sofort am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin untersucht.

Am Mittwoch (23. Oktober 2025) teilt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden dann mit, dass die beiden tot aufgefunden Wölfe nicht erschossen worden sind. Die Tiere starben eines natürlichen Todes. Als Grund nannten die Experten eine „eine innerartliche Auseinandersetzung“ - also einen Kampf zwischen den beiden Jungtieren. Zunächst hatte der Verdacht bestanden, dass die Tiere erschossen worden waren.

Nach der Untersuchung am IZW in Berlin könne dies aber ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Auch eine radiologische Untersuchung habe keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gezeigt.

Verletzungen ließen Verdacht auf illegalen Abschuss aufkommen

Bei den beiden Wölfen handelt es sich den Angaben zufolge um junge Weibchen. Aufgrund der Verletzungen hatten Experten zunächst einen illegalen Beschuss vermutet.

Konflikte zwischen Wölfen seien nicht ungewöhnlich, hieß es. Die Tiere beanspruchten sowohl Lebensraum als auch Nahrung und verteidigten diese. Solche Konkurrenz könne zu Kämpfen, Verletzungen oder zum Tod führen.

Ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang bestand, war zunächst unklar. Die Polizei hatte in alle Richtungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz ermittelt. In Deutschland steht der Wolf unter strengem Schutz und darf nur in Ausnahmefällen abgeschossen werden.

Mit dem Fall befasst sich auch das Institut für Wolfsmonitoring „LUPUS“, wie ein Polizeisprecher sagte.