Seit vielen Jahren nutzt der Lions Club Hoyerswerda den Teschen-Markt am dritten Adventswochenende, um Geld für seine wohltätige Arbeit zu sammeln. Auch in diesem Jahr haben die Lions Club-Mitglieder deshalb wieder in ihrer Weihnachtmarktbude drei Tage lang hunderte Tassen Glühwein, Kinderpunsch und selbstgebackene Waffeln für den guten Zweck verkauft.
Und das hat sich gelohnt: Knapp 1845 Euro kamen dabei als Reinerlös zustande, deutlich mehr als erwartet. Das Geld übergaben Club-Präsident Thomas Kasper und die beiden Lions-Mitglieder Rainer Warkus und Michael Renner in dieser Woche an die Tafel Hoyerswerda. „Wir alle wissen, wie wichtig die Tafel mittlerweile für viele Menschen ist und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hat“, sagt Lions-Pressesprecher Michael Renner. Dem Lions Club Hoyerswerda gehören momentan 21 Mitglieder an.

Reinerlös geht als Spende an die Tafel

Dass die Spenden in diesem Jahr an jene Einrichtung gehen, die die am meisten Bedürftigen unterstützt, ist auch bei vielen Weihnachtsmarktbesuchern auf große Zustimmung gestoßen. „Viele Hoyerswerdaer haben zusätzlich ihren Tassenpfand oder weitere Geldbeträge gespendet. Wir sind auf ein insgesamt gutes Echo für unser Anliegen gestoßen. Dafür bedanken wir uns sehr“, sagt Club-Präsident Thomas Kasper.
Bei Madlen Krenz, Einrichtungsleiterin der Hoyerswerdaer Tafel, löst die unerwartet hohe Geldspende pure Freude aus. „Das ist toll. Und das Geld wird dringend gebraucht“, bestätigt sie.
Am „Haus der Begegnung“ des Vereins „Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern“ (vbff), der die Tafel betreibt, sind dringende Reparaturen am Dach nötig. Schon länger regnet es rein, sodass sogar die Kleiderkammer geschlossen werden musste. Ab kommendem Frühjahr sollen die Arbeiten am Dach endlich ausgeführt werden. „Dafür können wir das Geld gut gebrauchen“, sagt die Tafel-Leiterin.

Aufnahmestopp für Neukunden bereitet Sorgen

Die Tafel in Hoyerswerda versorgt derzeit rund 450 Menschen in 150 Bedarfsgemeinschaften wöchentlich mit gespendeten Lebensmitteln. Dazu gehören neben Arbeitslosengeld II-Empfängern auch Flüchtlinge aus der Ukraine, Asylbewerber und Senioren. „Der Bedarf wäre noch größer. Aber wir können aus Kapazitätsgründen momentan nicht noch mehr Bedürftige aufnehmen“, berichtet Madlen Krenz. Die Situation habe sich durch die hohe Inflation und die allgemeine Teuerung noch weiter verschärft. Immer mehr Menschen kommen ohne die Hilfe durch die Tafel nicht über die Runden.