Vermisste am Geierswalder See
: Polizei findet Leiche – Tote soll gesuchte 34-Jährige sein

UPDATE 17.15 Uhr: Die Polizei hat im Geierswalder See eine leblose Person gefunden. Ob es sich dabei um eine seit einigen Tagen vermisste 34-jährige Frau handelt, untersucht jetzt die Polizei.
Von
Thomas Seifert,
Veikko Rößler
Geierswalde
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Seit einigen Tagen hat die Polizei am Geierswalder See nach einer Frau gesucht. Sie war offenbar beim Stand-Up-Paddling auf dem See verschwunden. (Symbolfoto)

Torsten Richter-Zippack

Eine Frau wird seit Sonntag, 17. September, in Geierswalde im Landkreis Bautzen vermisst. Die Polizei hatte seit Sonntagmorgen am Geierswalder See auf der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg nach der 34-Jährigen gesucht. Laut Informationen der Polizei verschwand sie offenbar während einer Fahrt mit ihrem Stand-Up-Paddle-Board.

Ausgangspunkt für die Suche sei ein leeres Board auf dem See und ein verlassenes Auto im Uferbereich gewesen, wie Marcel Malchow, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz, auf Nachfrage von LR.de mitteilte. Mithilfe der Wasserschutz- und der Bereitschaftspolizei, darunter ein Polizeihubschrauber, suchten mehrere Bootsstreifen und die Tauchergruppe, mehrere Tage nach der Vermissten. Auch ein spezieller Personenspürhund des Freistaates Thüringen kam bei der Suche nach der Frau zum Einsatz.

Ein Sprecher der Leitstelle Hoyerswerda bestätigt den Einsatz am Geierswalder See. Allerdings sei die mehrtägige Aktion komplett über die Polizei gelaufen, weshalb er keine näheren Angaben machen könne. Die Feuerwehr sei so gut wie nicht involviert gewesen. Auch bei den Sucharbeiten habe sie sich nicht beteiligt.

Am Mittwoch, 20. September, fanden die Einsatzkräfte schließlich eine leblose Person, bei der es sich höchstwahrscheinlich um die gesuchte Frau handelt. Polizeitaucher bargen sie aus dem Wasser. Aktuell gibt es keine Anzeichen für eine Straftat. Die Polizei übernahm die Untersuchungen und ermittelt zum Hergang des Geschehens.

Dass die Öffentlichkeit mehrere Tage nicht über den Vermisstenfall informiert wurde, begründete die Polizei auf Rückfrage mit dem Anfangsverdacht eines Suizids.

Suizid-Gefahr: Wie Sie Hilfe finden

Es gibt rund um die Uhr Hilfsangebote für Menschen, die sich in vermeintlich ausweglosen Situationen befinden. Hier finden Sie eine Übersicht der Rufnummern. Auch Online-Beratungsmöglichkeiten sind hier aufgeführt.

Wenn Sie sich selbst mit dem Gedanken der Selbsttötung tragen, können Sie zum Beispiel die Telefonnummer der Telefonseelsorge wählen. Der Anruf ist gebührenfrei.

Sie erreichen die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 0800/1110111 oder der Telefonnummer 0800/1110222.

Sie können sich auch per E-Mail an die Telefonseelsorge wenden. Dazu ist eine Registrierung auf der Website der Telefonseelsorge notwendig und Sie geben Ihre E-Mail-Adresse an. Die Telefonseelsorge weist darauf hin, dass Ihre Mailadresse in keinem Fall veröffentlicht wird und auch nicht von den Seelsorgern gesehen werden kann.

Zum E-Mail-Formular der Telefonseelsorge: online.telefonseelsorge.de/registrierung Mit einer solchen Registrierung per E-Mail ist auch eine Chatberatung bei der Telefonseelsorge möglich: online.telefonseelsorge.de

Eine Übersicht und Listen mit weiteren Beratungsangeboten führt die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention auf ihrer Website:

www.suizidprophylaxe.de

Für Kinder, Jugendliche oder deren Eltern gibt es besondere Hilfsangebote. Nummer gegen Kummer e.V. ist Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund und hat zwei telefonische Beratungsangebote eingerichtet: das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon. Die Hilfsangebote sind kostenlos, anonym und vertraulich.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/1110333 montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr zu erreichen. Das Elterntelefon ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/1110550 von montags bis freitags, 9 bis 11 Uhr, sowie dienstags und donnerstags, 17 bis 19 Uhr, zu erreichen.