Verdi Streik im ÖPNV: Warnstreik in Hoyerswerda – auch Busse sind betroffen

Verdi ruft zum Warnstreik in Sachsen auf. Neben dem ÖPNV in Hoyerswerda ist auch der Nahverkehr in den Kreisen Bautzen und Görlitz betroffen.
Klaus-Dietmar Gabbert/dpaIn Hoyerswerda werden am Mittwoch und Donnerstag voraussichtlich keine Stadtbusse und Linien in das Umland fahren. „Verdi hat unsere Fahrer zum Streik aufgerufen“, teilte Stefan Löwe, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, mit. Entsprechende Aushänge habe es am Montag gegeben.
Löwe kündigte an, an beiden Streiktagen würden in Hoyerswerda keine Busse des Unternehmens fahren.
Verdi-Streik in Hoyerswerda: Fahrpläne beachten
Insgesamt sind vom zweitägigen Ausstand die Landkreise Bautzen und Görlitz stark betroffen. Die Linien der Regionalbus Oberlausitz GmbH; der Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH, der Zittauer Niederlassung der DB REGIO Bus Ost GmbH und der Omnibusverkehr Oberlausitz Niesky werden bestreikt. Wie bereits beim Ausstand vor drei Wochen werden dort die meisten Linien ausfallen.
Es empfiehlt sich, sich bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen über die Fahrpläne an den beiden Streiktagen zu informieren. Der Schülerverkehr ist wegen der Ferien nicht betroffen.
Verdi Sachsen will mit dem Streik Druck ausüben
Verdi Sachsen will mit dem Streikaufruf Druck auf die kommunalen Arbeitgeber vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen am Sonnabend ausüben. Es solle ein deutliches Zeichen gesetzt werden, um den Forderungen der Beschäftigten zur Vergütungserhöhung Nachdruck zu verleihen. „Trotz Fachkräftemangel und permanenter Überbelastung des vorhandenen Personals versucht man, die Beschäftigten mit Almosen abzuspeisen“, sagte Sven Vogel von Verdi.bewegt.
Verdi fordert die Anwendung der Vergütungstabellen für geringfügige Beschäftigte und eine Auszubildenden-Vergütung bei Praktikanten und Werkstudenten. Zudem will die Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung um 22 Prozent, mindestens jedoch 750 Euro, und eine Erhöhung des Ausbildungsgehalts von 200 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Warnstreik in Sachsen: Standpunkte liegen weit auseinander
Die Arbeitgeber bieten fünf Prozent mehr Gehalt ab Oktober 2024, weitere drei Prozent ab Januar 2025 und nochmals drei Prozent ab September 2025. In zwei Schritten soll bis Juni 2024 ein Inflationsausgleich von 2000 Euro gezahlt werden.
Zur Erhöhung der Auszubildenden-Vergütung gibt es noch kein Angebot. Keine Einigung gibt es zur Anwendung des Tarifwerkes auch auf geringfügig Beschäftigte. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 28 Monate betragen, mit einem Signal zur Verkürzung.

