Unfall in Bautzen: Kinder sehen Artistin (27) im Zirkus in den Tod stürzen

Während einer Zirkusvorstellung in Bautzen ist es zu einem tragischen Unfall gekommen.
Jens Kaczmarek/LausitzNews.de- Tragischer Zirkusunfall in Bautzen: Artistin stirbt bei Show auf dem Schützenplatz.
- Unfall ereignete sich am Samstagabend, 27. September – genaue Ursache wird ermittelt.
- Augenzeugen werden von geschulten Kriseninterventionsteams unterstützt.
- Polizei bittet Betroffene, sich bei Bedarf an Regionalleitstelle Hoyerswerda zu wenden.
- Rettungskräfte trafen ein, nachdem viele Zuschauer die Veranstaltung bereits verlassen hatten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Artistin ist bei einem Unfall während einer Zirkusvorstellung in der sächsischen Stadt Bautzen ums Leben gekommen. Die Frau sei aus etwa fünf Metern von ihrem Trapez gestürzt und noch an der Unfallstelle gestorben, wie Polizeisprecher Stefan Heiduck auf Anfrage sagte.
Nach dem tödlichen Absturz konzentrieren sich die Ermittler nun auf die Ursache. Im Rahmen der Ermittlungen werden nun Zeugen gesucht, welche möglicherweise Videoaufnahmen von dem Geschehen angefertigt haben. Diese können sich unter der Rufnummer 03581 468 100 in der Polizeidirektion Görlitz oder in jeder anderen Polizeidienststelle melden.
Am Montag verschafften sich Staatsanwaltschaft, Gewerbeamt und Berufsgenossenschaft einen Überblick des Unfallortes. Sämtliche Geräte wie das Trapez und die zugehörigen Seile seien sichergestellt worden.
Zirkus in Bautzen: Viele Familien mit Kindern schauten zu
Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag (27. September). In der Vorstellung saßen knapp 100 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern.
Nach wie vor sei davon auszugehen, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt habe, Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Straftat gebe es nicht, betonte der Polizeisprecher. Es stünden aber noch die Ermittlungen der Kriminaltechniker und die Auswertung der Zeugenvernehmungen an. Zudem sei die Obduktion der Leiche angeordnet worden.
Die 27 Jahre alte Spanierin war am Samstagnachmittag während der Familienvorstellung aus etwa fünf Metern vom Trapez gestürzt und starb noch an der Unfallstelle. In der Vorstellung hatten knapp 100 Menschen gesessen, darunter viele Familien mit Kindern.
Die Artistin hatte kopfüber an dem Trapez gehangen, als sie plötzlich abgestürzt war, wie der Polizeisprecher erläuterte. Sie sei wohl direkt auf den Kopf gefallen. Ein Hindernis oder eine andere Person hätten sich während der Vorführung nicht in der Manege befunden.
Augenzeugin: Da war so viel Blut
Eine Augenzeugin berichtete, dass sehr schnell klar gewesen sei, dass der Artistin nach dem Sturz nicht zu helfen gewesen sei. „Da war so viel Blut und auch eine schwere Verletzung an der Schläfe“, sagte eine Krankenschwester, die mit ihrer Enkelin die Vorstellung besucht hatte, einem dpa-Reporter. Sie habe der Sechsjährigen gesagt, sie solle auf ihrem Platz sitzen bleiben und in die andere Richtung schauen.
Ein Kriseninterventionsteam hatte sich am Wochenende um die Zirkusmitarbeiter und die Besucher, die den dramatischen Unfall mit angesehen hatten, gekümmert. Die entsprechende Hotline sei „heißgelaufen“, sagte der Polizeisprecher.
Etwa 40 Menschen durch Kriseninterventionsteam betreut
Nach Angaben des Landratsamtes hatten am Wochenende etwa 40 Menschen das Angebot der psychosozialen Notfallversorgung in Anspruch genommen. Das Team unterstützt Betroffene in der Akutphase bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse, wie eine Sprecherin sagte. Ziel sei es, die Betroffenen emotional zu stabilisieren, das soziale Umfeld - vor allem die Angehörigen - zu verständigen und weiterführende Hilfsangebote aufzuzeigen. So sollen langfristige seelische Schäden wie posttraumatische Belastungsstörungen vermieden werden.
Auch die Krankenschwester suchte mit ihrer Enkelin nach dem Unfall das Gespräch mit dem Kriseninterventionsteam. Sie habe in ihrem Beruf schon viel gesehen, auch Tote, aber dieser Anblick habe sie doch sehr mitgenommen, sagte sie. Im Anschluss habe sie mit ihrer Enkelin über die schönen Dinge an dem Tag gesprochen: „Über die Tiere und so etwas. Sie ist auf einem Kamel geritten. Wir werden sehen, wie es geht.“
