Tuberkulose in Bautzen
: Tbc-Fall an Schulzentrum aufgetreten

An einem Beruflichen Schulzentrum in Hoyerswerda und Kamenz ist bei einer Person Tuberkulose (Tbc) festgestellt worden. Derzeit ist unklar, ob weitere Menschen mit Tuberkulose-Erregern infiziert worden sind.
Von
Catrin Würz
Hoyerswerda/Kamenz
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Tuberkulose-Fälle: ARCHIV - 23.02.2016, Berlin: Ein Arzt zeigt einen Tuberkulose-Fall anhand eines Röntgenbildes in seinem Büro im Tuberkulosezentrum. (zu dpa: «Köpping: Tuberkulose-Prävention weiter sehr wichtig») Foto: Gregor Fischer/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Landkreis Bautzen ist ein Fall von Tuberkulose festgestellt worden. Hier zeigt ein Arzt, wie das Krankheitsbild auf einem Röntgenbild zu sehen ist. (Symbolfoto)

Gregor Fischer/dpa
  • Tuberkulose-Fall am Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ in Hoyerswerda/Kamenz festgestellt.
  • Gesundheitsamt Bautzen führt am 20. und 21. Januar 2026 Umgebungsuntersuchungen durch.
  • Erkrankte Person hatte Kontakt zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Hoyerswerda.
  • Tuberkulose ist eine schwerwiegende Infektionskrankheit, die weltweit häufig tödlich verläuft.
  • Zahl der Tuberkulose-Fälle in Deutschland steigt seit 2015 wieder an, u. a. durch Migration.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Landratsamt Bautzen meldet am Montag (19. Januar 2026) einen Fall von Tuberkulose. Die schwere Infektionskrankheit TBC, früher auch Schwindsucht genannt, ist bei einer Person am Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ Hoyerswerda (BSZ) festgestellt worden.

Das BSZ hat allerdings derzeit seinen Standort in Kamenz (ehemaliges Lessing-Gymnasium Kamenz). An dem Gebäude in Hoyerswerda wird derzeit gebaut.

Im Umfeld der erkrankten Person fand eine routinemäßige Kontaktpersonenermittlung statt. „Dabei sind auch Bezüge zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber an der Thomas-Müntzer-Straße in Hoyerswerda festgestellt worden“, meldet das Landratsamt weiter.

Landkreis Bautzen muss alle Kontaktpersonen ermitteln

Derzeit ist unklar, ob noch weitere Menschen mit Tuberkulose-Erregern infiziert sind. Um das festzustellen, führt das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen am 20. und 21. Januar 2026 vorsorgliche Umgebungsuntersuchungen bei den relevanten Kontaktpersonen direkt vor Ort durch. „Diese Maßnahmen entsprechen den geltenden infektiologischen Standards und dienen der frühzeitigen Abklärung“, heißt es in einer Mitteilung.

Tuberkulose ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die hauptsächlich die Lunge befällt, aber auch andere Organe betreffen kann. Sie wird durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen und muss mit mehrwöchiger antibiotischer Therapie behandelt werden.

Häufige Symptome sind nach Angaben des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit starker, oft länger anhaltender Husten, teils mit Schmerzen, aber auch Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder Nachtschweiß. Tuberkulose gilt weltweit als eine der häufigsten tödlichen Infektionskrankheiten.

Zahl der Tuberkulose-Fälle in Deutschland steigt wieder an

In Deutschland ging die Zahl der Tuberkulose-Fälle in den letzten Jahrzehnten stetig zurück. Der Grund dafür sind verbesserte Lebensumstände sowie eine wirksame Therapie der Krankheit. Wie das Bundesinstitut vermeldet, hat sich die Anzahl der pro Jahr gemeldeten Fälle jedoch seit 2009 kaum verringert, 2015 erstmalig sogar deutlich erhöht. „Diese Veränderungen stehen in Zusammenhang mit Migrationsbewegungen und der älter werdenden Bevölkerung“, heißt es zur Erklärung.

Zum Schutz vor einer Infektion empfiehlt das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, die allgemeinen Hygienemaßnahmen streng zu beachten. Außerdem sollten Menschen einen Husten, der länger als drei Wochen anhält, von einem Arzt beurteilen lassen. Bei blutigem Auswurf ist eine sofortige Abklärung erforderlich. Je rascher eine Tuberkulose erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.

Der Landkreis Bautzen hat für Rückfragen der Bevölkerung und Informationen eine Hotline zum Infektionsschutz unter Telefon 03591 5251 53920 geschaltet und empfiehlt bei Fragen die E-Mail-Adresse infektionsmeldung@lra-bautzen.de anzuschreiben.