Tiertafel in Hoyerswerda
: Einrichtung braucht Hilfe – was jetzt unbedingt benötigt wird

Seit einem Jahr gibt es in Hoyerswerda die Tiertafel. Sie ist auf einem guten Weg. Doch jetzt taucht plötzlich ein großes Problem auf. Es wird Hilfe von außen gebraucht.
Von
Silke Richter
Hoyerswerda
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Madlen Fischer von der Tiertafel Hoyerswerda bringt einen Transporter voller Spenden zum Tierschutzligadorf Neuhausen. Unterstützung bekommt sie hierbei von ihrem Mann Eric.

Silke Richter

In Hoyerswerda wurde im vergangenen Jahr die Idee von einer Tafel für Tiere geboren – und auch sogleich in die Tat umgesetzt. Für Hauptinitiatorin Christina Müller und ihre Mitstreiter war das eine Herzensangelegenheit. Sie verfolgen das Ziel, mit privaten Spenden und viel Eigeninitiative größere Spendentransporte für Tierheime und Tierschutzeinrichtungen zusammenstellen zu können. Aber man möchte beispielsweise auch bedürftige Tierbesitzer im Haus der Begegnungen in Hoyerswerda unterstützen, die selbst die Tafel des Verbandes in Anspruch nehmen müssen.

Das Hilfsprojekt Tiertafel ist bislang ein voller Erfolg. So konnte unter anderem auch schon das Tierschutzligadorf im brandenburgischen Neuhausen/Spree in der Nähe von Cottbus mit einer Spendenlieferung angefahren werden. Der Grund für den weiten Weg: In dieser Einrichtung werden auch öfters Tiere aus dem Altkreis Hoyerswerda aufgenommen, die hier aufgefunden oder beschlagnahmt werden.

Helfer aus Hoyerswerda brauchen jetzt selbst Hilfe

Erst vor ein paar Tagen machte sich Madlen Fischer wieder auf den Weg in Richtung Neuhausen, um den nächsten Spendentransport ins Tierschutzligadorf zu bringen. Dass diese Hilfe sehr gebraucht wird und notwendig ist, zeige die positive Entwicklung des Projektes und die gute Resonanz darauf.

Jetzt sind die Tiertafel-Mitglieder jedoch an einem Punkt angekommen, an dem sie selbst Hilfe brauchen. Denn die Hoyerswerdaer Tiertafel steht vor einem großen logistischen Problem. Den Mitgliedern fehlt eine Lagermöglichkeit, um Spenden wie Futter und andere Dinge des Haustierbedarfs in einem geschützten Rahmen aufbewahren zu können. „Unsere privaten räumlichen Kapazitäten sind erschöpft“, erklärt Madlen Fischer.

Lagerraum soll nah am Haus der Begegnung sein

Langfristig gesehen mangelt es für die zahlreich eingesammelten Spenden an einem geeigneten Lager. Katzenstreu, Trockenfutter, Dosen oder Zubehör für die Tierhaltung nehmen sehr viel Platz weg. Jetzt muss eine zusätzliche Lagermöglichkeit gefunden werden, „die sich bestenfalls in Hoyerswerda befinden sollte“, sagt Madlen Fischer. Sie möchte künftig die Wege zum Haus der Begegnung in der Ulrich-von-Hutten-Straße 31-33 relativ kurz halten. Die Mitstreiter von der Tiertafel planen nämlich, in Zukunft direkt am Haus der Begegnung auch Spenden für bedürftige Tierhalter ausgeben zu können.

Natürlich hat die Tiertafel auch schon selbst beim Haus der Begegnungen nach Lagerkapazitäten gefragt. Vergeblich, denn in dem Gebäudekomplex gibt es auch keine räumlichen Kapazitäten mehr. Neben der Tafel selbst sind hier auch noch die Suppenküche, die Möbelwerkstatt, der Tafelgarten und die Nähstube integriert. „Wir haben selbst keinen zusätzlichen räumlichen Spielraum mehr“, bedauert Einrichtungsleiterin Madlen Krenz vom Haus der Begegnungen.

Ohne Vereinsgründung trotzdem aktiv bleiben

Für die Suche und Finanzierung neuer Lagerräume ist es für die Tiertafel auch wichtig, sich über die eigene organisatorische Struktur Gedanken zu machen. Jetzt stellt sich die Frage: Über welchen Weg könnte der Gruppe die Gemeinnützigkeit in einem soliden Rahmen auf Papier bescheinigt werden? Denn einen eigenen Verein wollen die Mitstreiter dafür nicht extra gründen. Sie wollen auch ohne die Vereinsgründung für Tierhalter mit wenig Geld und ihre vierbeinigen Lieblinge aktiv bleiben, „und die Tiertafel möglichst dauerhaft erhalten“, so Madlen Fischer.

Hilfe für die Tiertafel Hoyerswerda

Wer die Tiertafel unterstützen möchte und/oder einen Lagerraum zur Verfügung stellen kann, kann Kontakt mit Madlen Fischer von der Hundeschule „Lausitzer Seenland Dogs“ in Laubusch aufnehmen unter:

Telefon: 0152 047 633 84 oder

E-Mail: kontakt@seenlanddogs.de