Streik in Hoyerswerda: Bei der Verkehrsgesellschaft stehen die Busse still

Der Busbahnhof am Lausitzer Platz bleibt am Dienstag leer, weil die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik aufgerufen hat.
Rita Seyfert | LR- Am Dienstag (17. März) Warnstreik im ÖPNV in Bautzen und Görlitz.
- Busse stehen ab 3 Uhr bis frühen Mittwochmorgen weitgehend still.
- Betroffen: RBO, VGH, DB Regio Bus Ost (Zittau), OVO, GVB.
- Wiederfahrt: OVO ab 1 Uhr, DB Regio Ost ab 2 Uhr, GVB ab 3 Uhr, VGH ab 3.15 Uhr.
- Verdi lehnt Arbeitgeberangebot ab; fordert mehr Lohn, Urlaub, Azubi-Regeln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Welle der Warnstreiks im sächsischen ÖPNV erreicht am Dienstag (17. März) die Landkreise Bautzen und Görlitz. Busse werden ab 3 Uhr bis zum frühen Mittwochmorgen stillstehen, kündigt Verdi an. Es sei mit massiven Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Betroffen sind die Regionalbus Oberlausitz GmbH, die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, die DB Regio Bus Ost in Zittau, der Omnibusverkehr Oberlausitz und die Görlitzer Verkehrsbetriebe.
Die Gewerkschaft bestreikt den Stadtverkehr in Hoyerswerda, Bautzen, Görlitz und Zittau sowie viele Überlandlinien. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen für die regionalen Verkehrsunternehmen.
Die Busse sollen am Mittwoch beim Omnibusverkehr Oberlausitz ab 1 Uhr, bei DB Regio Bus Ost (Zittau) ab 2 Uhr, bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben ab 3 Uhr und bei der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda ab 3.15 Uhr wieder fahren.
ÖPNV: Verdi lehnt Arbeitgeberangebote als unzureichend ab
Die Gespräche mit dem Arbeitgeber der AVN-Gruppe Sachsen sind nach Gewerkschaftsangaben festgefahren. Die dritte Verhandlungsrunde wurde am 4. März ohne Ergebnis beendet. Verdi will mit den Warnstreiks die Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch zwingen und einen tragfähigen Kompromiss erreichen.
Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung der Vergütung um 1,9 Prozent ab 1. April und weitere 1,9 Prozent ab 1. Januar 2027 an. Zum 1. Januar 2028 sollte es eine weitere Anhebung um ein Prozent geben, bei einer Vertragslaufzeit bis 30. Juni 2028. Für Januar bis März 2026 soll eine Einmalzahlung von 200 Euro erfolgen. Verdi lehnt das als unzureichend ab.
Zu weiteren Gewerkschaftsforderungen wie höheren Jahressonderzahlungen, mehr Urlaub, höheren Ausbildungsvergütungen und einer verbindlichen Übernahme von Azubis gibt es keine Angebote. Gleiches gilt für Regelungen zur 5-Tage-Arbeitswoche auch im Schichtdienst und zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.


