In diesem Jahr muss der Glockenturm der Kirche in Lauta Dorf saniert werden. Der Gemeindekirchenrat hat bereits einige Vorarbeit geleistet. Denn: Das Projekt wird rund 135.000 Euro kosten. 50.000 Euro davon muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen, rund 20.000 Euro fehlen noch. Deshalb hat sie bereits vor Wochen eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um den Betrag noch zusammenzubekommen. Denn: Im Glockenturm hängt auch die Laurentiusglocke, das Symbol Lautas.

Sockel des Glockenturms ist stark geschädigt

Am Freitag, 7. Februar, soll es ab 19 Uhr im Gemeinderaum des Pfarrhauses in Lauta Dorf (neben der Kirche) eine Infoveranstaltung zu den anstehenden Sanierungsarbeiten geben. Der freistehende Glockenturm muss von Kopf bis Fuß saniert werden. Der Sockel ist laut Gemeindekirchenrat durch Nässe stark geschädigt, die tragende Holzkonstruktion – die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt – durch Umwelteinflüsse stark angegriffen. Die Schwingungen der beiden Glocken trügen zum weiteren Verfall bei.

Glocken werden in die Niederlande transportiert

Dazu kommt: Die Glocken, sie stammen aus den Jahren 1501 und 1512, sind nach dem Zweiten Weltkrieg falsch eingebaut worden. Damals sind Stahl- statt Holzjochen benutzt worden. Die Glocken müssen abgehangen und in die Niederlande transportiert werden. Dort schweißt eine Spezialfirma die Aufhängungen um, versieht sie mit neuen Klöppeln und den fachgerechten Holzjochen. Außerdem wird die Glockenanlage überholt.

In den vergangenen Jahren hatte die Kirchengemeinde dank Fördermittel und Spendeneinnahmen bereits tragende Balken in der Kirche ersetzen lassen können sowie die Felderdecke fertigstellen und die Orgel sanieren lassen.