Ein Feldbrand in der Nähe von Horka an der Staatsstraße 101 bei Ralbitz-Rosenthal hat sich am Sonnabend in den frühen Abendstunden zu einem Großfeuer auf etwa 30 Hektar Fläche ausgedehnt. Die Löschkräfte waren auch am Sonntag immer noch im Einsatz, da die Glutnester bei den aktuellen Windverhältnissen in Ostsachsen schnell wieder aufflammen können, wie Dirk Reich, Schichtführer der Leitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda, am Sonntag bestätigte.

„Inzwischen geht die Polizei eindeutig von Brandstiftung aus“, erklärt Thomas Herrmann, Sprecher des Führungs- und Lagezentrums der Polizeidirektion Görlitz.

Bei dem aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen und dem teilweise böigen Wind schwierigen Löscheinsatz ist ein Feuerwehrmann verletzt worden. „Der 21-Jährige musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Klinikum Hoyerswerda gebracht werden“, so der Polizeisprecher weiter.

Die Feuerwalze war am Abend auf das Dorf zugerollt und hatte die Staatsstraße bereits übersprungen. 180 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die mit 42 Fahrzeugen anrücken mussten, konnten den Großbrand schließlich unter Kontrolle bringen. Um die Lage besser beurteilen zu können, hat die Feuerwehr auch eine Drohne eingesetzt.

„Die Vielzahl der Löscheinsätze fordert die Freiwilligen der Feuerwehr derzeit enorm“, bestätigt Schichtführer Dirk Reich. Mehr als 400 Einsätze waren innerhalb von 24 Stunden allein vom Freitag zum Sonnabend koordiniert worden. Da in der Nacht zum Sonntag in Ostsachsen einige Liter Regen gefallen sind, hat sich die Lage - vor allem im Norden der Landkreise Bautzen und Görlitz – leicht entspannt. Die Brandgefahr steigt aber bereits wieder.