Von Sascha Klein

Der Altbau leuchtet inzwischen in einem Gelbton, die einstige Aula in Rot, der Neubau in betongrau: Der Um- und Neubau des einstigen Konrad-Zuse-Gymnasiums zur neuen Hoyerswerdaer Oberschule scheint für die Hoyerswerdaer Stadtverwaltung zu einer Punktlandung zu werden. Wer noch die alten Bilder einer von sich hinrottenden Schule vor Augen hat, wird die Gebäude nicht mehr wiedererkennen.

Schon vor mehr als einem Jahr hatten Hoyerswerdas Fachbereichsleiter Bau Dietmar Wolf und Planer Thomas Gröbe keinen Zweifel daran gelassen, dass diese Schule im Herbst 2020 wieder als Schule genutzt werden wird.

Jetzt wird klar: Die Experten werden recht behalten. Am Mittwoch konnte Dietmar Wolf deshalb im Technischen Ausschuss des Stadtrates beruhigt verkünden: „Große Überraschungen können jetzt nicht mehr kommen.“ Denn: 96 Prozent der Bauleistungen sind vergeben. Von den 12,4 Millionen Euro, die allein für den Bau eingeplant sind, sind noch rund 423 000 Euro zu vergeben. Riesige Mehrkosten seien jetzt nicht mehr zu erwarten, heißt es. Überhaupt liegt der Bau angesichts der Preissprünge im Baugewerbe extrem gut im Plan. Wie Dietmar Wolf sagt, liegt der Bau derzeit nur 10 000 Euro über Budget. Allerdings würden dabei auch die 300 000 Euro helfen, die zuletzt seitens des Freistaats zur Verfügung gestellt worden sind.

Wie Dietmar Wolf betont, hat die Stadtverwaltung beim Schulbau einen Fördermittel-Marathonlauf hingelegt. Etwas mehr als 9,5 Millionen Euro der 13,5 Millionen Euro Kosten – eine Million Euro kostet die Ausstattung – stammen aus Fördermitteln. Der Stadtumbau Ost hat mit 6,9 Millionen Euro den Löwenanteil gebracht, dazu kommen 1,5 Millionen Euro vom Freistaat, 700 000 Euro vom Bund, weitere 300 000 Euro Projektförderung über das Land sowie 200 000 Euro für die Sportaußenanlagen, rechnet Wolf vor.

Jetzt hat der Technische Ausschuss des Stadtrats mehrheitlich sechs weitere Aufträge für die Oberschule ausgelöst. Dabei handelt es sich unter anderem um das Aufbringen des neuen Bodenbelags im Altbau. Diese Arbeiten sollen von einer Firma aus Sömmerda zwischen Anfang Dezember und Ende März 2020 ausgeführt werden.

Wichtig wird noch einmal die Vergabe der Ausstattung für die Schule. Diese ist rund eine Million Euro wert und soll zwischen November und März 2020 erfolgen, so Dietmar Wolf. Das Ziel ist: „Wir wollen bis Ende Juni 2020 mit dem Bau fertig sein. Anschließend folgt dann die Ausstattung“, so Wolf.

Für die Ausstattung haben die Verantwortlichen dann noch knapp zwei Monate Zeit. Denn: Die Sommerferien sind für Sachsen 2020 vom 20. Juli bis 28. August terminiert. Das heißt: Spätestens Ende August muss alles fertig sein, damit der Schulbetrieb in der dann modernsten Schule der Stadt beginnen kann. Dann startet für Stadt, Schüler und Lehrer eine neue Ära.