Lausitzhalle Hoyerswerda: Sportakrobatische Weihnachtsshow – das wird geboten

Generalprobe für die Gala in der Lausitzhalle in Hoyerswerda.
Ronald Ufer- Hoyerswerda Sportakrobaten feiern 50 Jahre mit Weihnachtsgala; 2 ausverkaufte Shows am 30. November.
- Rund 70 Kinder und Jugendliche zeigen artistische Choreografien zu Rock 'n' Roll und Weihnachtsmusik.
- Intensive Generalprobe mit Fokus auf Körperspannung und Synchronität vor dem großen Auftritt.
- Abteilung hat viele Erfolge; erste Medaille 1979, zahlreiche nationale und internationale Erfolge.
- Ehemalige feiern Jubiläum mit Erinnerungen und alten Fotos.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sportakrobaten wirbeln zu Rock ’n’ Roll-Klängen über die Matte oder sind in weihnachtlichen Kostümen unterwegs. Doch egal welche Musik erklingt, die Choreografien enthalten neben tänzerischen auch immer viele artistische Elemente. Rund 70 Kinder und Jugendliche bereiten sich auf das große Weihnachtsprogramm der Hoyerswerdaer Sportakrobaten vor. Am Samstag (30. November) um 15.30 und 18 Uhr werden sie damit in der Lausitzhalle auftreten und ein erfolgreiches Jubiläumsjahr krönen.
Dass das mitreißende Programm ein Erfolg wird, steht schon fest. „Zwei schon vor Wochen komplett ausverkaufte Vorstellungen, das haben wir in den vergangenen Jahren nicht geschafft“, freut sich Geschäftsführerin Daniela Fünfstück. Die Auftritte sollen ein äußerst spannendes Jubiläumsjahr krönen. Die Sportakrobaten feiern ihr 50-jähriges Bestehen und ein auch sportlich erfolgreiches Jahr.
Doch vor der weihnachtlichen Gala im Scheinwerferlicht und dem Applaus des Publikums stehen nochmals anstrengende Übungseinheiten. Das Ganze soll ja das sportliche Können der Sechs- bis 21-Jährigen widerspiegeln. Aber natürlich muss alles auch gut aussehen. Deshalb wird beim Abschlusstraining, einer Art Generalprobe, besonderer Wert auf Körperspannung und Synchronität der Bewegungen und Abläufe gelegt.
Auftritt der Sportakrobaten für die große Bühne muss sitzen
Schließlich ist Rock ‚n‘ Roll nicht einfach Musik und ein Tanz, sondern auch ein Lebensgefühl, das auch durch die Körperhaltung transportiert werden soll. Darauf legen Cheftrainer Sergej Jeriomkin und Choreografin Ana Matyskina viel Wert, korrigieren mehrmals, lassen keine Nachlässigkeit durchgehen. Schließlich wird alles im Licht der großen Bühne der Lausitzhalle präsentiert, eine bei den Sportlern ebenso beliebte wie anspruchsvolle Aufgabe.

Bei den Darbietungen der Sportakrobaten in der Lausitzhalle in Hoyerswerda ist viel Körperbeherrschung gefragt.
Ronald UferWährend einige der gestandenen Sportakrobaten sogar WM-Erfahrungen aufweisen, sind die Jüngsten gerade mal sechs bis zwölf Monate dabei. „Alle sollen zeigen, was sie können, so wurde das Programm konzipiert“, erläutert Fünfstück. Gerade die Sechs-, Sieben- und Achtjährigen sind mit besonderem Eifer dabei. Sie können sich als auserwählt fühlen
Denn die Hoyerswerdaer Sportakrobaten haben keine Nachwuchsprobleme, im Gegenteil. Es gibt immer mehr Bewerbungen als Plätze. Nach Schnuppertrainings wird entschieden, wer mitmachen darf. Das alles, obwohl fünfmal pro Woche trainiert wird und es an Wochenenden Wettkämpfe gibt. Aber die Sportakrobaten profitieren auch persönlich vom intensiven Training. Körperbeherrschung, Beweglichkeit, Rhythmusgefühl und Kondition wachsen mit den Jahren ganz deutlich,
Bei Weltmeisterschaft Medaille nur knapp verpasst
Die „Sportakrobatischen Weihnachtsshow“ greift Bestandteile aus den diesjährigen Wettkampfprogrammen auf, ergänzt durch Showelemente. Sie enthält aber auch mehr Darbietungen aus Programmen der vergangenen Jahrzehnte als üblich, ein Tribut an das Jubiläumsjahr.
So erfolgreich wie in dem 50. Jahr war die Abteilung lange nicht mehr, auch wenn bei der WM wieder einmal ganz knapp eine Medaille verpasst wurde. Der Medaillenspiegel bei den Deutschen Meisterschaften zeigt deutlich, dass in Hoyerswerda derzeit die besten Sportakrobaten Deutschlands trainieren. Nicht eine, sondern sechs Formationen holten dort Gold und das sogar in höheren Altersklassen. Die Sportler werden alle am 30. November in der Lausitzhalle zu erleben sein.

Gruppenauftritte werden das Bild der Gala der Sportakrobaten in der Lausitzhalle in Hoyerswerda prägen.
Ronald UferDas alles war 1974 natürlich nicht absehbar, als Karin Fünfstück nach Hoyerswerda kam und bei der BSG Aktivist Schwarze Pumpe, heute Sportclub Hoyerswerda, erklärte: „Ich will hier eine Gruppe Sportakrobatik gründen.“ Es ging im Kellergang der POS 12 los, dann zog man in die Jahnsporthalle, später in die „Zuse-Halle“ im WK I, in die Turnhalle der 9. Grundschule und 2010 in die Leistungsstützpunkthalle.

Beim Programm der Sportakrobatischen Weihnachtsshow in der Lausitzhalle Hoyerswerda ist auch Synchronität gefragt.
Ronald UferGroße Geburtstagsfeier mit aktuellen und früheren Sportlern
Zuerst wurde nach der Musik vom Spulentonband geturnt, später kam sie vom Kassettenrecorder, der von einer Musikanlage abgelöst wurde. Auch die Trainingshilfsmittel entwickelten sich von der Hand- zu Deckenlongen, von den Filzläufern zum Sprungboden.
Am Vorabend der Show gibt es für alle Ehemaligen noch die große Geburtstagsfeier, da sind viele Ehemalige dabei, Sportler, Trainer und Familien. Dann werden die vielen alten Fotos gezeigt, Erinnerungen ausgetauscht und aufgefrischt, auch Videoaufnahmen laufen. Wenn da alle ihre Medaillen und Pokale mitbringen würden, wäre sicher auch die größte Waage überfordert.
Die Hoyerswerdaer Sportakrobaten
Der Chronik der Sportakrobaten begann mit dem Wunsch von Karin Fünfstück, die Sportgruppe zu gründen. Über verschiedene Trainingsstätten führte der Weg in die Leistungsstützpunkthalle im Stadtzentrum.
1979 gab es die erste Medaille bei einer DDR-Meisterschaft. Gleich nach der Wende konnte man bereits bei Deutschen Meisterschaften mitreden. Antje Michl und Björn Fünfstück waren damals das Aushängeschild, holten als Mixed-Paar ab 1995 auch Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften.
Aufgrund der Erfolge wurde die Abteilung 1992 Talentstützpunkt und 1997 folgte der Status als Leistungsstützpunkt. In diesen Jahren ging bei der Umfrage des Stadtsportbundes zu den „Sportlern des Jahres“ oft der Titel in die Abteilung, auch der „Trainer des Jahrzehnts“ kam aus der Sportakrobatik. Ehrenamtlich war das Ganze einfach nicht mehr zu stemmen, dennoch wollte man mehr.
Gemeinsam mit dem Verein, zu Beginn auch mit dem Sportbund Hoyerswerda, schuf man professionelle Strukturen und verstärkte sich 2002 mit einem Cheftrainer. Sergej Jeriomkin kam mit seiner Familie nach Hoyerswerda. Es dauerte dann auch nicht lange und es kam die Choreografin Ana Matyskina dazu. Landes- und Bundeskader, nationale und internationale Erfolge gab es danach weiter am laufenden Band.
Mindestens fünfmal in der Woche trainiert der Leistungskader. Die Sportstruktur des León-Foucault-Gymnasiums unterstützt seit vielen Jahren dabei. Ältere Sportler sind Vorbild in der Halle, die Nachwuchssportler eifern ihnen nach. Die Familien ziehen mit, sonst funktioniert es nicht. Genau wie Größe und Gewicht, die entsprechende Musik zur Übung mit ausgefeilter Choreografie, am Ende muss alles auf den Punkt stimmen.
Da wird auf so viel verzichtet und doch sind es Jahre, in denen die Sportler so viel erleben. China, Usbekistan, USA, Finnland, England, Aserbaidschan, Bulgarien, Schweiz, Litauen, Weißrussland, Ukraine, Israel, Frankreich, Portugal, Spanien standen schon auf dem Wettkampfplan. Selbst die chinesische Tagespresse berichtete während einer WM über die Sportler aus Hoyerswerda.

