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: Austritt – darum trennt sich Bernsdorf vom Tourismusverband

Die Stadt Bernsdorf kündigt ihre Mitgliedschaft im Tourismusverband Lausitzer Seenland. Welche Gründe sie nennt und welche Konsequenzen das hat.
Von
Catrin Würz
Hoyerswerda
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Der 475 Hektar große und maximal 55 Meter tiefe Gräbendorfer See wurde mit Wasser aus der Spree geflutet und überzeugt mit einer guten Wasserqualität und klarem Wasser. Der Name des Sees erinnert an das frühere Dorf, das dem Tagebau weichen musste. Der Gräbendorfer See entstand bis 2007 durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Gräbendorf. Kunstobjekte des Aktionskünstlers Ben Wagin finden sich in der Nähe des Südufers, an der Stelle wo sich das ehemalige Dorf befand. Die Insel am östlichen Ufer ist Teil einer ca. 170 Hektar großen Fläche des Europäischen Vogelschutzgebietes "Lausitzer Bergbaufolgelandschaft". Seltene Möwen haben sich hier angesiedelt. Am Südwestufer bei Altdöbern/Reddern kann man campen oder sich Tretboote, Surfbretter und Fahrräder ausleihen. Was bei Laasow 2008 mit dem ersten schwimmenden Haus begann, entwickelt sich heute zu einem neuen Markenzeichen für das Lausitzer Seenland. Taucherfinden auch einen versunkenen Wald unter Wasser. Radfahrer und Skater sind auf dem neun Kilometer langen asphaltierten Seerundweg unterwegs. (Quelle: Lausitzer Seenland)

Idyllisch präsentiert sich der Gräbendorfer See.

An einem großen Bergbausee wie hier dem Gräbendorfer See ist die Stadt Bernsdorf nicht Anlieger. Sie liege zu weit außen an der Peripherie des Lausitzer Seenlandes, vom Tourismus profitieren könne man hier nicht, sagen die Stadträte. Aber die Abkehr vom Tourismusverband soll nicht in Stein gemeißelt sein.

Frank Hilbert