Kulturfabrik Hoyerswerda
: Kufa feiert Geburtstag – und will jünger werden

Zum 30. Geburtstag der Kulturfabrik Hoyerswerda veranstaltet Geschäftsführer Uwe Proksch eine Party. Er will die Kufa fit für die Zukunft und jünger machen.
Von
Julia Jannaschk
Hoyerswerda
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Geschäftsführer Uwe Proksch freut sich über jeden Gast, der am 19. Oktober das Jubiläum der Kufa mitfeiern will.

Geschäftsführer Uwe Proksch freut sich über jeden Gast, der am 19. Oktober das Jubiläum der Kufa mitfeiern will.

Julia Jannaschk
  • Kulturfabrik Hoyerswerda feiert am 19. Oktober ihren 30. Geburtstag mit einer großen Party.
  • Geschäftsführer Uwe Proksch will die Kufa verjüngen und fit für die Zukunft machen.
  • Drei bis vier junge Mitarbeiter mit Projektförderung sind derzeit angestellt.
  • Events wie Karaoke-Abende und Silent Discos sollen jüngeres Publikum anziehen.
  • Highlight der Party: Auftritt der rumänischen Brass-Band Fanfare Ciacarlia.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 24. Oktober 2024 hat die Kulturfabrik Hoyerswerda, liebevoll Kufa genannt, Geburtstag. Sie steht, in Menschenjahren gesagt, mit ihren 30 Jahren voll im Leben. Das will gefeiert werden und so lädt das Kulturhaus am 19. Oktober zur großen Geburtstagsparty ein. An diesem Abend soll zurückgeblickt, aber auch nach vorne geschaut werden. Denn die Kufa hat seit ihrer Gründung im Jahr 1994 so manches an Geschichte erlebt und prägt bereits seit Jahrzehnten das kulturelle Angebot der Stadt.

Das vielfältige Programm, das die Kufa das ganze Jahr über bietet, verdankt sie ihren zwölf Angestellten und 140 Vereinsmitgliedern. „Es sind immer neue Leute gekommen, aber die sind massenhaft wieder gegangen, weil sie einfach die Stadt verlassen haben“, erzählt der Geschäftsführer Uwe Proksch. Oft hätten Leute mit 18 Jahren angefangen, sich bei der Kufa zu engagieren, aber „die konntest du einfach nicht halten“. Viele zogen für ihr Studium weg und kamen nicht mehr zurück. „Und das führt eben dazu, dass der Verein genauso altert, wie diese Stadt altert.“

Junger Nachwuchs für die Kufa in Hoyerswerda

Trotzdem ist Uwe Proksch entschlossen, den Generationenwechsel der Kufa zu schaffen: „Die Aufgabe, die wir jetzt haben, ist, dieses Haus in die Zukunft zu überführen.“ Seit ungefähr vier Jahren arbeite man intensiv daran – mit guten Ergebnissen. Drei oder vier junge Leute hat man derzeit im Haus, die mit einer Projektförderung erst einmal für drei Jahre angestellt werden können. Und diese versuche man natürlich auch langfristig zu halten. „Mit den Leuten verändern sich halt auch Inhalte, es kommen andere Ideen.“

Diese Umhängetaschen bestehen aus Planen früherer Kufa-Events und werden auf der Kufa-Party verkauft.

Diese Umhängetaschen bestehen aus Planen früherer Kufa-Events und werden auf der Geburtstagsparty in Hoyerswerda verkauft.

Julia Jannaschk

Statt eines "Weiter so", wie man es zum Geburtstag oft wünscht, erfindet sich die Kultureinrichtung Kufa immer neu. Zwar plant derzeit hauptsächlich Uwe Proksch die Events, doch gerade die jüngeren Angestellten probierten immer wieder neue Formate und Veranstaltungsreihen aus. Dazu gehört beispielsweise der Karaoke-Abend, die Silent Disco, bei der man zu Musik tanzt, die nur aus den eigenen Kopfhörern kommt oder auch der sehr beliebte Kinder-Flohmarkt.

Kufa in Hoyerswerda: Neue Formate für die Zukunft

„Das sind so neue Formate, die hätten wir in unserem Alter nicht mehr gemacht. Umso schöner ist es, dass jetzt andere kommen und sagen, ich probiere das mal. Und wir können ihnen die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren und zu gucken, was funktioniert.“ So werde es sicherlich auch in Zukunft eine inhaltliche Profiländerung der Kulturfabrik geben. „Alles ist in Bewegung und das ist schön“, sagt Proksch mit Blick auf die Zukunft.

Einen Blick zurück wird es auf der Feier am 19. Oktober natürlich ebenfalls geben. So kann man an diesem Abend in der Kufa einen Zeitstrahl entlang der Geschichte des Hauses abgehen, mit Rückblicken auf vergangene Highlights des Kulturhauses in Video- und Bildformat. Auch in den verschiedenen Räumen wird es Eindrücke von Tanzfesten, Konzerten oder sonstigen Veranstaltungen geben. „Dort können sich die Leute aufhalten, denen die Band nicht gefällt“, scherzt Proksch. „Oder im Café quatschen.“

Brass-Band sorgt für Party-Stimmung in der Kufa Hoyerswerda

Denn zum Jubiläum wollte der Kufa-Chef eine besondere Band engagieren. Dafür nimmt er auch höhere Kosten in Kauf. So spielt an diesem Abend die rumänische Band Fanfare Ciacarlia und sorgt mit Blasmusik für Stimmung unter den Partygästen. „Ich finde es einfach schön. Es passt zu uns als Kufa, so eine schräge Brass-Band aus Rumänien zu holen. Das würde niemand sonst veranstalten“, sagt der Geschäftsführer lachend. Und bringt damit auf den Punkt, warum die Kufa so einzigartig ist.

Natürlich erwartetet die Besucher bei der Feier am 19. Oktober auch eine Geburtstagstorte, ein leckeres Buffet und das ein oder andere Freibier. Und auch ein Stück Kufa-Geschichte kann man bei der Party erwerben. Derzeit nähen die Vereinsmitglieder fleißig Umhängetaschen aus dem Planenstoff vergangener Projekte, die dann bei dem Event verkauft werden. So kann jeder Käufer dabei helfen, die Kulturfabrik in die Zukunft zu tragen.