Krankenhaus Hoyerswerda: OP-Roboter zieht in Hightech-Operationssaal

Maik Engelmann, Leiter Materialwirtschaft, Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh, Juliane Kirfe, Geschäftsführerin Lausitzer Seenland Klinikum GmbH und Dr. Roland Bantle, Clustergeschaftsführer Sana Kliniken Sachsen, (v.l.) durchschneiden das Band für den neuen Hybrid-Operationssaal in Hoyerswerda.
Gernot Schweitzer- Neues OP-Zentrum in Hoyerswerda eröffnet: Hybrid-OP mit Angiographie für Echtzeit-Bildgebung.
- DaVinci-OP-Roboter steht nun im neuen Saal und erweitert minimalinvasive Eingriffe.
- Vorteile für Patienten: kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzen, schnellere Genesung.
- Einsatz vor allem in der Gefäßchirurgie, bereits genutzt in der Urologie an Prostata, Niere, Harnleiter, Hoden.
- Investition rund 7,1 Mio. Euro, davon 6,56 Mio. Euro Fördermittel von Bund und Freistaat Sachsen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Chirurgische Eingriffe am Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda erfolgen künftig schonender für die Patienten. Dafür wurde ein neuer Operationsbereich mit zukunftsweisender Medizintechnik eröffnet. Der Bereich erweitert die Möglichkeiten des seit 2024 in der Gesundheitseinrichtung genutzten OP-Roboters DaVinci.
Dort sind minimalinvasive Eingriffe möglich, die, durch Verfahren zur sofortigen Bildgebung unterstützt, für höchste Präzision sorgen. Diese auch als Schlüsselloch-Chirurgie bezeichneten Eingriffe sind durch die sehr kleinen Einschnitte besonders schonend für die Patienten. Im neuen OP-Bereich sollen sie vor allem bei der Gefäßchirurgie verwendet werden.
Der neue, hochmoderne Hybrid-Operationssaal verfügt über eine leistungsstarke Angiographieanlage, mit der Gefäße, vorrangig Blutgefäße, und die Eingriffe in Echtzeit bildlich dargestellt werden. Hinzu kommt neue fest installierte und mobile Medizintechnik. Der Hybrid-OP vereint damit bildgestützte minimalinvasive Verfahren mit klassischer Chirurgie und eröffnet insbesondere in der Gefäßchirurgie neue Möglichkeiten für komplexe Eingriffe.
Neue Heimat für Operationsroboter am Klinikum Hoyerswerda
Nunmehr hat der DaVinci-Operationsroboter seinen endgültigen Platz im neuen OP-Saal erhalten. Das innovative System ermöglicht den fünf zertifizierten Operateuren im Klinikum höchste Präzision bei vielen Eingriffen und bietet Patientinnen und Patienten zahlreiche Vorteile, darunter kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzen sowie eine schnellere Genesung. Ergänzend wurden das erforderliche Zubehör und weitere Medizintechnik beschafft.
Der Operationsroboter DaVinci Xi verfügt über vier sehr bewegliche Arme mit filigranen OP-Werkzeugen. Gesteuert werden diese elektronisch von einer Chirurgenkonsole. Dort blickt der Arzt in deutlicher Vergrößerung und in 3D auf die zu operierende Stelle. Genutzt wird das Verfahren bereits in der Urologie. Beispielsweise werden Eingriffe an der Prostata, an der Niere, am Harnleiter und an den Hoden damit sehr schonend und präzise ausgeführt.
Um die hochspezialisierten Instrumente sicher aufzubereiten, wurde die Sterilgutversorgung erweitert. Es entstand eine neue Serviceeinheit für das DaVinci-Instrumentarium, welche die wachsenden Anforderungen an Hygiene, Qualität und Effizienz erfüllt.
Neue Operationssäle und bessere Bedingungen für Mitarbeiter
Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten wurden die vorhandenen Operationsbereiche grundlegend modernisiert. Aus den bisherigen drei Operationssälen entstanden zwei neue, technisch auf höchstem Niveau ausgestattete OP-Säle. Umbauten schufen weitere Lagerkapazitäten für Sterilgut und verbessern damit die logistischen Abläufe nachhaltig.
Auch den Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden widmete sich das Projekt. Durch bauliche Anpassungen wurde ein neuer Aufenthaltsbereich für das Personal geschaffen mit modernen Räumlichkeiten für Erholung und Austausch.
„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Krankenhauses. Die Kombination aus modernster Medizintechnik, innovativen Behandlungsmöglichkeiten und einer leistungsfähigen Infrastruktur kommt vor allem unseren Patientinnen und Patienten zugute. Gleichzeitig schaffen wir attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und stärken die medizinische Versorgung in der gesamten Region nachhaltig“, betont Geschäftsführerin Juliane Kirfe.
Seenland Klinikum stellt sich mit Investitionen zukunftssicher auf
Mit der Inbetriebnahme des neuen OP-Bereichs verfüge das Krankenhaus über modernste technische und bauliche Voraussetzungen, um auch künftig eine hochwertige, innovative und patientenorientierte Versorgung auf höchstem Niveau sicherzustellen, erläutert Kirfe.
Die Fertigstellung und Inbetriebnahme dieses Operationsbereiches durch das Lausitzer Seenland Klinikum bildet einen Meilenstein für die medizinische Versorgung in der Region. Die Gesamtinvestition für den neuen OP-Bereich beläuft sich auf rund 7,1 Millionen Euro. Davon wurden 6,56 Millionen Euro durch Fördermittel finanziert. Der Bund beteiligte sich mit rund 5,91 Millionen Euro, während der Freistaat Sachsen 656.000 Euro bereitstellte. Der Eigenanteil des Krankenhauses beträgt rund 532.000 Euro. Das entspricht 7,5 Prozent der Gesamtinvestition.


