Krankenhaus Hoyerswerda
: Bürger können OP-Roboter am Seenland Klinikum selbst testen

Die Arbeit mit Spitzentechnik am Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda wird weltweit beachtet. Auch Bürger können den OP-Roboter im Krankenhaus ausprobieren.
Von
Ronald Ufer
Hoyerswerda
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Dr. Nasreldin Mohammed (r.) und Rufat Asadbeyli sitzen im Lausitzer Seenland Klinikum vor der Bedienkonsole des Da Vinci-Systems.

Dr. Nasreldin Mohammed (r.) und Rufat Asadbeyli sitzen im Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda vor der Bedienkonsole des Da Vinci-Systems. Jetzt können auch Bürger den neuen OP-Roboter im Krankenhaus selbst testen.

Gernot Schweitzer
  • Bürger können OP-Roboter Da Vinci am Lausitzer Seenland Klinikum testen.
  • Am 8. April wurde eine Prostata-OP weltweit per Videokonferenz übertragen.
  • Dr. Nasreldin Mohammed kommentierte die OP aus Hoyerswerda.
  • Vorträge und Tests für Bürger am 25. und 26. April.
  • Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war eine Premiere für die Ärzte und Techniker des Lausitzer Seenland Klinikums in Hoyerswerda. Am 8. April wurde erstmalig eine Prostata-Entfernung mittels des „Da Vinci-OP-Roboters“ direkt per Videokonferenz übertragen. In einem Vorlesungssaal der Universität Zagazig in Ägypten verfolgten etwa 1000 Ärzte den Eingriff. Sie waren Gäste einer internationalen Jahrestagung des Urologischen Fachbereiches der Hochschule. Chefarzt Dr. Nasreldin Mohammed operierte im Krankenhaus in Hoyerswerda und kommentierte live die Arbeitsgänge. Der Eingriff dauerte gut zwei Stunden.

„Die Operation ist ohne Komplikationen verlaufen. Ich konnte jeden Schritt genau erklären und den Fachkollegen zeigen, was mit dem Da Vinci-System möglich ist“, sagt Dr. Nasreldin Mohammed. „Die Live-Übertragung der OP hat hervorragend geklappt. Wir planen derzeit, eine ähnliche Operation auf dem internationalen, deutsch-türkisch-aserbaidschanischen Kongress in Baku zu übertragen.“

Die Live-Übertragung der Operation wurde durch die langjährigen internationalen Kontakte des Hoyerswerdaer Chefarztes ermöglicht. Diese und die Netzwerke seiner Mitarbeiter werden nun für die zweite Demonstration eines Eingriffes mit dem OP-Roboter genutzt.

Aus dem Krankenhaus in Hoyerswerda werden weltweit Ärzte geschult

Mit mehr als 1000 Stunden Operationserfahrung gilt Dr. Nasreldin Mohammed als Koryphäe auf seinem Gebiet. Schon vor seiner Zeit im Lausitzer Seenland Klinikum war er als Da Vinci-Instrukteur tätig und hat weltweit zahlreiche Ärzte auf den Umgang mit dem OP-Roboter vorbereitet.

Seit Juni 2024 kommt der OP-Roboter „Da Vinci Xi“ auch im Lausitzer Seenland Klinikum zum Einsatz. Meist wurde er bei urologischen Operationen an Prostata oder Niere eingesetzt. Aber auch in der Chirurgie und Gynäkologie werden die großen Möglichkeiten des Systems regelmäßig genutzt. Die äußerst präzise und dennoch intuitive Instrumentenführung bei einer dreidimensionalen Sicht erlaubt feinste Schnitte, um den Patienten größtmöglich zu schonen.

Auch interessierte Bürger können sich über die Verwendung dieses medizinischen Spitzengerätes informieren. Am 25. April gibt es ab 15 Uhr einen Vortrag über den Einsatz in der Urologie. Der Leitende Oberarzt Rufat Asadbeyli erklärt im Konferenzraum „Lausitzer Seenland“, bei welchen Krankheitsbildern der OP-Roboter eingesetzt wird. Er erläutert die Vorteile des Systems und seine Funktion. Im Anschluss an den Vortrag können Gäste das roboterassistierte Operieren erproben und selbst am Modell die Instrumente führen.

Selbst OP-Roboter am Lausitzer Seenland Klinikum ausprobieren

Einen ähnlichen Vortrag, aber auf das Fachgebiet Chirurgie zugeschnitten, hält der Leitende Oberarzt Dr. Miroslaw Hunana ebenfalls am 25. April ab 16 Uhr im Konferenzraum „Lausitzer Seenland“. Auch dabei wird das System vorgestellt und kann selbst getestet werden.

Am 26. April lädt das Klinikum ein zum Erlebnis-Tag: „OP-Roboter Da Vinci zum Anfassen“. Treffpunkt ist von 10 bis 15 Uhr das Foyer der ehemaligen Tagesklinik des Klinikums. Besucher können eintauchen in die Welt des roboterassistierten Operierens und am Modell selbst die Instrumente führen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.