Industriepark Schwarze Pumpe: Ehemaliges Kombinat öffnet Türen – das wird geboten

Impression vom Industriepark Schwarze Pumpe zwischen Spremberg und Hoyerswerda. Dorthin wird zum Tag der offenen Tür eingeladen.
MICHAEL HELBIG- Industriepark Schwarze Pumpe feiert am 30. August 2025 70 Jahre seit dem ersten Spatenstich.
- Tag der offenen Tür mit Einblicken in Betriebe, Geschichte und Kinderaktionen geplant.
- Highlights: Bustouren, Besichtigung des Kraftwerks, Papierfabrik und Eisenbahnfahrten.
- Parkplätze vorhanden, Straßenbauarbeiten bei B97/B156 beachten.
- Tickets und Infos zu Touren am zentralen Info-Punkt in der Zentralküche erhältlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es gibt Daten, die in keiner Chronik der Lausitzer Industriegeschichte fehlen dürfen. Dazu gehört beispielsweise der 25. August 1725. Vor nunmehr fast 300 Jahren wurde in Lauchhammer der erste Hochofen in Betrieb genommen. Dieser Tag gilt daher als Beginn der Industrialisierung einer ganzen Region. Nicht minder bedeutsam ist der 14. November 1966. An jenem Montag wurde die erste Kohle im Tagebau Welzow-Süd gefördert. Die Grube ist bis heute in Betrieb, übrigens als einzige in der Brandenburger Lausitz.
Und da gibt es den 31. August 1955. Vor fast 70 Jahren erfolgte der erste Spatenstich für das Kohleveredlungskombinat Schwarze Pumpe. Inmitten der Lausitzer Heide, zwischen Spremberg und Hoyerswerda, wuchs in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten einer der größten Industriestandorte der damaligen DDR heran. Ohne Schwarze Pumpe wäre eine tragende Säule der Energiewirtschaft des kleinen Landes weggebrochen.
Im Jahr 2025 gibt es das Kohleveredlungskombinat zwar längst nicht mehr, wohl aber den Industriepark Schwarze Pumpe. „Heute – 70 Jahre später – hat sich Schwarze Pumpe zu einem modernen, multifunktionalen Industriepark mit über 120 Unternehmen und rund 5000 Beschäftigten entwickelt. Der Standort steht für Wandel, wirtschaftliche Stärke und attraktive Zukunftsperspektiven in der Lausitz“, heißt es bei der Wirtschaftsförderin und Managementgesellschaft des Industrieparks, der ASG Spremberg GmbH.
Wo und wann der zentrale Punkt des Festtages zu finden ist
Klar soll das Jubiläum entsprechend begangen werden. Und zwar mit einem Tag der offenen Tür. Dieser findet am Sonnabend, 30. August, statt, also nur 24 Stunden vor der eigentlich 70. Wiederkehr des ersten Spatenstichs. Von 10 bis 16 Uhr laden die ASG Spremberg sowie 20 Unternehmen vor Ort ein.
Das Beste daran: Die durch den Industriepark verlaufende Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen spielt dabei keine Rolle. Die Besucher dürfen sich also auf spannende Einblicke sowohl in Brandenburg als auch im Freistaat freuen.

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe kann zum tag der offenen Tür am 30. August im Rahmen einer Bustour ebenfalls besichtigt werden. Vom Kesselhaus bietet sich ein fantastischer Rundblick über die Lausitz.
Ronald UferDreh- und Angelpunkt der Festivitäten bildet die Zentralküche. Dort befindet sich nicht nur der Info-Punkt, wo die kostenlosen Tickets für Touren zu verschiedenen Orten des Industrieparks zu haben sind. Es gibt Einblicke in die 70-jährige Geschichte des Standorts Schwarze Pumpe, der ab Mitte der 1950er-Jahre buchstäblich aus dem Nichts aufgebaut worden war. Darüber hinaus präsentiert Bergbausanierer LMBV sein begehbares, 4x6 Meter großes Modell des Lausitzer Seenlandes. Die erweiterte Restlochkette befindet sich von Schwarze Pumpe nur wenige Kilometer südlich.
Von der Zentralküche können verschiedene Standorte gleich zu Fuß erreicht werden. Dazu gehören unter anderem die Werkfeuerwehr des Bergbau- und Energiekonzerns Leag. Dort werden auch Vorführungen angeboten. Auf die Kinder wartet eine XXL-Feuerwehr-Hüpfburg. Des Weiteren gibt es Einblicke in Lokomotiven des Leag-Eisenbahnbetriebes. Besonders für junge Besucher dürfte ein Besuch der Leag-Ausbildungsstätte lohnend sein. Wer will, kann sich dort schon mal bei verschiedenen Tätigkeiten ausprobieren.
Welche Stationen die Busse im Industriepark ansteuern
Mit den kostenlosen Tickets können per Bus auch Betriebe im Inneren des Industrieparks angesteuert werden. Dazu gehören sowohl die Brikettfabrik, übrigens die letzte produzierende ihrer Art im Lausitzer Revier, sowie das Braunkohlenkraftwerk. Bei letzterer Tour geht es per Fahrstuhl auf das 163 Meter hohe Kesselhaus. Von dort oben können die Gäste einen 360-Grad-Blick über große Teile der Lausitz genießen.
Darüber hinaus geht es in die Papierfabrik von Hamburger-Rieger. Dort sind 485 Beschäftigte tätig, die pro Jahr rund 840.000 Tonnen Papier und Kartons herstellen. Gleich nebenan befindet sich die Dunapack Packaging. Deren 270 Mitarbeiter stellen in zwölf Monaten ASG-Angaben zufolge verschiedene Verpackungsmaterialien her.
Wo sich Parkplätze befinden und wo Straßen gesperrt sind
Ein Tourenziel ist auch das Dock3 auf Spreetaler Gebiet im Süden des Industrieparks. Dort vermittelt unter anderem das Unternehmen Altech Group Informationen zum am Standort geplanten Batteriewerk.
Parkplätze stehen am Industriepark an verschiedenen Standorten zur Verfügung. Dazu gehören die Stellflächen vor dem zentralen Eingangsbereich, am Kraftwerk sowie vor dem Dock3. Besucher sollten unbedingt die aktuellen Sperrungen von B97 und B156 im Bereich Schwarze Pumpe und Spreetal aufgrund von Bauarbeiten beachten. Weitere Informationen dazu gibt es beim Landesbetrieb Straßenwesen.
Eisenbahnfahrten im Industriepark sind möglich
- Zum Tag der offenen Tür im Industriepark Schwarze Pumpe am 30. August werden auch Sonderzugfahrten ab dem Zentralstellwerk angeboten.
- Diese dauern jeweils 45 Minuten, teilt die ASG Spremberg mit. Höhepunkt ist die Auffahrt auf die Bunkervorbrücke.
- Von dort genießen die Mitfahrer einen imposanten Blick über den Industriepark. Im Einsatz sind zwei Züge.
- Der erste fährt zwischen 10.30 Uhr und 14.30 Uhr stündlich, der zweite von 10.45 Uhr bis 14.45 Uhr ebenfalls alle 60 Minuten.
- Entsprechende Tourkarten gibt es am Info-Punkt an der Zentralküche.



