Sanierung: Baubeginn für den Bahnhof Hoyerswerda soll 2023 sein

Der Regionalexpress (RE) 15 verkehrt zwischen Hoyerswerda und Dresden – allerdings über Großenhain.
Sascha KleinIn den kommenden Jahren soll es rund um den Bahnhof Hoyerswerda funktionaler und damit einladender für Gäste werden. Das betont die Stadtverwaltung Hoyerswerda nach Rücksprache mit der Deutschen Bahn AG.
Die Sanierung des Bahnhofs beginnt früher
Jüngst hat es laut Stadtverwaltung einen weiteren Termin zwischen Oberbürgermeister Stefan Skora und Heiko Klaffenbach gegeben, dem Leiter Bahnhofsmanagement der Bahn–Tochter DB Station & Service. Die beste Nachricht: Die Sanierung auf dem Hoyerswerdaer Bahnhof soll nach Rathaus–Angaben 2023 starten. Erst Ende September hatte die Deutsche Bahn bekannt gegeben, dass es Arbeiten in Hoyerswerda gibt. Dort hatte die Bahn allerdings von den Jahren 2024/2025 gesprochen. Die Stadtverwaltung betont nun, dass es laut Absprachen zwischen Stadt und Bahn beim Jahr 2023 bleiben soll.
Ein Aufzug für Bahn–Reisende fehlt
Hintergrund: Zurzeit sind die Zustände am Bahnhof Hoyerswerda für Gäste wie Stadtverwaltung nicht zufriedenstellend. Denn: Einen Aufzug gibt es nicht. Bahn–Reisende, die schlecht zu Fuß sind, müssen ebenso wie Eltern mit Kinderwagen oder Rad–Touristen die Treppen zu den Bahnsteigen nutzen. Die sind im Winter teilweise überfroren und damit Unfallquellen. Nur Rollstuhlfahrer und Menschen mit schwerer Gehbehinderung dürfen ein Not–Tor nahe des Stellwerker–Gebäudes nutzen.
Künftig stufenfrei zu den Bahnsteigen
Im Zuge der Sanierung soll der Personentunnel, der den Eingangsbereich mit den Gleisen verbindet, neu gebaut werden, hatte die Bahn AG mitgeteilt. Ebenso ist geplant, die Treppen zu den Gleisen zu erneuern. In diesem Zuge sollen Möglichkeiten geschaffen werden, stufenfrei zu den Zügen zu kommen. Ob das Rampen sind oder doch ein Aufzug, ist noch offen. Seitens der Bahn seien jedoch rund 3,5 Millionen Euro für den Bahnhof Hoyerswerda in der mittelfristigen Finanzplanung eingestellt. Diese Zahl sei während des jüngsten Gesprächs in Hoyerswerda genannt worden.
Hoffnung auf bessere Anbindung Richtung Dresden
Hoyerswerda hofft im Zuge des Strukturwandels auf eine bessere Anbindung Richtung Dresden. Im Gespräch ist ein Ausbau von Dresden, Kamenz über Hoyerswerda nach Spremberg. Seit Dezember 2018 gibt es wieder eine Verbindung nach Görlitz. Anbieter Odeg verbucht sogar ein wachsendes Interesse seitens der Bahnkunden. In die andere Richtung verkehrt die S 4 von Hoyerswerda nach Leipzig sowie ein Regionalverkehr von Hoyerswerda nach Dresden — allerdings über Großenhain.