Hilfe für Ben (4) aus Hoyerswerda
: Familie von Spenden für neues Auto überwältigt

Anne Oberländer und ihr Sohn Ben aus Hoyerswerda können aufatmen: Dank vieler Unterstützer haben sie jetzt ein Auto für den Jungen mit Down-Syndrom.
Von
Katrin Demczenko
Hoyerswerda
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Die Freude ist groß bei Anne Oberländer und ihrem Sohn Ben aus Hoyerswerda. Dank ganz vieler Spenden steht das dringend benötigte Familienauto jetzt da. Bernd Wiesner (M.) von der Lebenshilfe-Stiftung freut sich mit.

Die Freude ist groß bei Anne Oberländer und ihrem Sohn Ben aus Hoyerswerda. Dank ganz vieler Spenden steht das dringend benötigte Familienauto jetzt da. Bernd Wiesner (M.) von der Lebenshilfe-Stiftung freut sich mit.

Katrin Demczenko
  • Familie aus Hoyerswerda erhält dank Spenden einen gebrauchten VW Caddy.
  • Sohn Ben (4) mit Down-Syndrom braucht Platz für Reha-Buggy und Hilfsmittel.
  • Lebenshilfe-Stiftung Erika Heimann trug den Löwenanteil zur Finanzierung bei.
  • Über GoFundMe kamen seit November 2025 mehr als 5000 Euro von 137 Spendern.
  • Benefiz im „Speicher No.1“ brachte 5700 Euro; Konzert mit „Nordstern“ und „Mister Panik“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Anne Oberländer und Sohn Ben aus Hoyerswerda können aufatmen: Weil viele Menschen aus der Region und aus ganz Deutschland dazu beigetragen haben, kann sich die kleine Familie über das dringend benötigte Familienauto freuen. Der blitzblanke grüne VW Caddy steht seit wenigen Tagen bereits vor dem Haus der Kleinfamilie, die nun ihr Leben mit Bens Erkrankung endlich gut meistern kann.

Vor vier Jahren kam der kleine Junge in das Leben von Anne Oberländer. Die heute 37-Jährige adoptierte den Säugling, der mit dem Down-Syndrom lebt, im Alter von erst sechs Wochen. Seitdem tut sie als Mutter alles dafür, dass Ben in seinen Fähigkeiten gefördert wird und glücklich leben kann.

Doch zuletzt wurde das immer schwieriger. Denn für die Fahrten zu Ärzten und Förder-Therapien benötigt die Familie ein Auto, in das auch der sperrige Reha-Buggy und viele andere Hilfsmittel hineinpassen, auf die der Vierjährige angewiesen ist. Denn Ben ist durch seine Erkrankung in der Entwicklung beeinträchtigt, doch er lernt immer besser, auch selbst zu laufen. Der Buggy ist dabei enorm wichtig.

Familie aus Hoyerswerda ist auf größeres Auto angewiesen

Das größere Auto macht das Leben für die alleinerziehende Mama und den kleinen Ben aus Hoyerswerda jetzt etwas leichter und schöner. Nun kann Anne Oberländer den Vierjährigen täglich in eine Hoyerswerdaer Kita bringen und selbst nach Bernsdorf fahren, um dort in einer Kindereinrichtung als Erzieherin zu arbeiten.

Mit dem größeren Auto sei der Familienalltag jetzt viel leichter zu händeln, sagt die liebevolle und engagierte Mutter. Auch die Fahrt zu der geplanten vierwöchigen Reha-Kur mit Ben im April nach Geesthacht bei Hamburg ist nun kein Problem mehr.

Die kleine Familie hätte das Geld für ein geeignetes Auto niemals selbst aufbringen können. Und so wurde eine Crowd-Funding-Spendenaktion organisiert. Viele Menschen aus ganz Deutschland haben über mehrere Kanäle Geld gespendet, damit die fünfstellige Summe für das fünf Jahre alte, gebrauchte Fahrzeug zusammenkommt.

Mama aus Hoyerswerda ist überwältigt von Hilfsbereitschaft

„Es ist ein unwahrscheinlich tolles Gefühl, dass so viele Menschen Ben unterstützen und sich wünschen, dass es ihm gut geht. Es bedeutet mir sehr viel und ich bin unendlich dankbar“, sagt die 37-Jährige überwältigt. Die finanzielle Hilfe kam von ganz verschiedenen Seiten.

Den Löwenanteil für die Finanzierung des dringend benötigten Fahrzeuges hat die Lebenshilfe- Stiftung Erika Heimann aus Hoyerswerda beigetragen. „Die Stiftung hilft vor allem behinderten Menschen in unverschuldeten Notlagen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Bernd Wiesner. Zur Übergabe des Fahrzeuges an die Familie war der Stiftungsvertreter selbst erschienen. Ein bewegender und wichtiger Moment für das weitere Leben der kleinen Familie.

Fast 140 Spender über Internetplattform Gofundme

Mehr als 5000 Euro waren jedoch auch über die Internetplattform GoFoundMe zusammengekommen. Seit November 2025 spendeten über dieses Portal 137 Menschen aus ganz Deutschland für Anne und Ben Geld, weil die Geschichte der Beiden sehr berührend ist.

Und noch ein drittes Standbein ist sehr wichtig, um den Traum von mehr Mobilität für Ben mit dem Down-Syndrom zu ermöglichen. Der „Speicher No.1“, eine Event-Gaststätte und Veranstaltungsort, organisierte ein Benefizkonzert mit der Mittellausitzer Band „Nordstern“, die musikalisch auf den Spuren von „Santiano“ wandelt, und dem Udo Lindenberg-Double „Mister Panik“ aus Sachsen-Anhalt. Die Künstler traten unter dem Motto „Ein Herz für Ben“ ohne Gage auf.

Konzert im „Speicher“ in Hoyerswerda hatte große Resonanz

Das Konzert in der Gaststätte „Speicher No.1“ war am 7. März ein voller Erfolg. Mitarbeiterin Kerstin Hüber freute sich über die enorme Resonanz und die Stimmung: „Es war einfach umwerfend.“ 5000 Euro sollten über die verkauften Eintrittskarten und die Versteigerung handsignierter CDs und Bücher von Künstlern zusammenkommen, die öfter im „Speicher No.1“ in Hoyerswerda auftreten.

5000 Euro – das war der Plan, der am Ende noch deutlich überboten werden konnte: Die Veranstaltung im „Speicher No. 1“ erbrachte insgsamt 5700 Euro für den Kauf des so wichtigen Fahrzeuges.

Anne Oberländer kann nun auch noch etwas Benzin für das Auto kaufen und für den kleinen Ben die nächste Kurzkur in Bayern privat bezahlen, teilt die Mutter mit dem großen Herzen freudig mit. „Die Hilfe so vieler Menschen ist nicht selbstverständlich. Tausendmal Danke.“