Die Stadt Hoyerswerda will – wie die anderen Kommunen auch – in der Corona-Zeit das vorhandene Geld möglichst zusammenhalten. Deshalb gilt laut Stadtverwaltung seit Ende März eine „haushaltslose Zeit“. Das bedeutet: Es dürfen nur Auszahlungen und Aufwendungen geleistet werden, zu denen die Stadt rechtlich verpflichtet ist, die über den Haushalt der Stadt beschlossen worden sind oder für die es geltende Verträge gibt. Es gibt laut Hoyerswerdas Pressesprecher Bernd Wiemer jedoch keine Festsetzung, dass eine bestimmte Summe eingespart werden soll. Der Hoyerswerdaer Haushalt umfasst ein Volumen von etwa 70 Millionen Euro für 2020.
Wie Wiemer weiter betont, gibt es derzeit aufgrund der Vorgaben keine Projekte, die verschoben werden oder entfallen müssen. Ebenso wenig müssten Verbände und Vereine auf vereinbarte Zuschüsse im Jahr 2020 verzichten.

Die Gewerbesteuer wird wichtiger Faktor in Hoyerswerda

Was auch Hoyerswerda treffen kann: Verluste bei der so wichtigen Gewerbesteuer. Im Jahr 2020 plant die Stadt mit Gewerbesteuereinahmen in Höhe von sechs Millionen Euro netto. Bislang kann die Stadtverwaltung keine Prognose anstellen, inwiefern diese Einnahmen gefährdet sind. Allerdings: Die Stadtverwaltung rechnet aufgrund der Corona-Auswirkungen damit, dass sich die Zuweisungen des Freistaates Sachsen in den kommenden Jahren deutlich verändern könnten. Doch auch dies lässt sich laut Bernd Wiemer noch nicht beziffern.

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