
Großprojekt in Lauta Dorf: Laurentiusglocke geht nach 500 Jahren auf Reise

Chef Thomas Walter von der Luckauer Firma „Walter Glockenläuteanlagen und Turmuhren“ postiert die Lautaer Laurentiusglocke im Glockenturm auf einer Palette. Im Hintergrund schaut Pfarrer Norbert Krüger aufmerksam zu.
Sascha Klein
Kurz vor der Abfahrt: Pfarrer Norbert Krüger verabschiedet die beiden Glocken aus Lauta Dorf. Die Laurentiusglocke (l.) verlässt den Ort vermutlich nach rund 500 Jahren zum ersten Mal.
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Eine Zentimetersache: Durch die schmale Tür des Glockenturms hieven die Fachleute aus Luckau die Glocken auf den Anhänger. Die Glocken wiegen 350 bis 380 Kilo pro Stück.
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Die Laurentiusglocke – mit dem Abbild des Heiligen Laurentius – ist seit 1934 das Gemeindewappen Lautas. Im Zweiten Weltkrieg ist die Bronzeglocke dank des Eingreifens des damaligen Pfarrers erhalten geblieben.
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Mit einem Seilzugsystem sind die Glocken im Glockenturm zu Boden gelassen worden. Die Glocken stammen aus den Jahren 1501 und 1512.
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Mit vereinten Kräften ist der mit den Glocken beladene Anhänger am Dienstagmittag vom Kirchengelände geschoben worden. Die Luckauer nehmen die Glocken zunächst mit. Später werden sie per Spedition zum Bearbeiten in die Niederlande gebracht.
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Die Glocken bekommen jede Menge Aufmerksamkeit: Während die Laurentiusglocke seit Jahrhunderten im Glockenturm hängt, ist die zweite Glocke während des Zweiten Weltkriegs abgenommen worden. Sie kehrte zwischen 1948 und 1951 zurück. Zum Glück für Lauta Dorf war sie nicht eingeschmolzen worden.
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Die Laurentiuskirche in Lauta Dorf mit ihrem Glockenturm. Im September 2020 soll auch der Glockenturm saniert werden. Die Schalung wird komplett ersetzt, dazu tragende Balken saniert. Auch der Sockel muss erneuert werden. Am Turm nagt der Zahn der Zeit.
Sascha Klein
Beide Glocken stehen auf dem Anhänger. Bis zum Ende des Jahres sollen sie überarbeitet sein und wieder zurück nach Lauta Dorf kommen.
Sascha Klein