Feuerwehr in Sachsen: Wer bitte ist Retti ‒ und was bringt er Kindern bei?

Retti freundet sich mit den ersten Kindern an.
Ronald UferDer Retti ist groß, plüschig und hat große Pfoten. Mit den Tanzkünsten hapert es noch, aber er kann gut mit Kindern umgehen. Seine Name Retti steht auf einer Weste über seinem Hundefell.
Die Rede ist von neuen Maskottchen der sächsischen Feuerwehren. Bisher war Retti nur ein Name auf Papier, genauer gesagt eine Figur aus dem „Heft Löschen! Retten! Helfen! Unterwegs mit Retti“. Herausgegeben vom sächsischen Innenministerium, dient es seit drei Jahren der Brandschutzerziehung. Es zeigt auch, wie man Erste Hilfe leistet und was Feuerwehren so alles tun und können.
Die Feuerwehren im Freistaat wollten nicht hinter der Polizei zurückstehen, die mit Poldi, dem Polizei-Dinosaurier, schon lange ein Maskottchen haben. Dieses wirbt schon seit Jahren erfolgreich für die Anliegen und Aufgaben der Polizei, vermittelt Kindern und Jugendlichen spielerisch die Bedeutung und Wichtigkeit der Notrufnummer 110.
Retti wird für Feuerwehr in Sachsen viel unterwegs sein
So etwas wollten die Feuerwehren auch haben und so hatte Retti am Sonnabend beim Tag der offenen Tür in der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Nardt seinen ersten Auftritt. Dort wird er auch beheimatet sein. Aber nicht so sehr viel Zeit verbringen.
Denn Retti soll bei den Auftritten auf Veranstaltungen, vor allem aber in Schulen, Kindertagesstätten sowie bei Kinderfesten unterwegs sein. Dort wird er der Brandschutzerziehung ein Gesicht geben, auch um Nachwuchs für die Kinder- und Jugendfeuerwehren werben.
Maskottchen Retti soll Kindern Notrufnummer 112 nahebringen
Retti soll kindgerecht vermitteln, wie man Brände und andere Unglücke vermeidet und sich verhält, wenn sich dennoch eines ereignet. Vor allem soll er den Mädchen und Jungen eine Zahl nahebringen, die 112. Wenn die Feuerwehr kommen und helfen muss, dann dort anrufen, wird eine zentrale Botschaft sein.
Damit dies funktioniert, muss sich Retti als Freund der Kinder erweisen, ihr Vertrauen erwerben. Die erste Charmeoffensive gab es in Nardt. Mit dem Ergebnis, Kinder finden Retti durchaus nett und dieser kann mit Kindern. Und die Tanzeinlagen wird das Feuerwehr-Maskottchen schon noch trainieren. Aber darauf kommt es bei den Auftritten in Schulen und Kindertagesstätten wohl auch nicht vorrangig an.

